Turnen: Turner: Aktionstag bei Borussia?
VON SASCHA KÖPPEN - zuletzt aktualisiert: 21.03.2007Keine Überraschungen gab es bei den Wahlen auf dem Verbandstag des Gladbacher Turngaus in der Peter-Giesen-Halle in Neugarzweiler. Alle Amtsinhaber wurden in ihren Ämtern bestätigt, darunter auch der Vorsitzende Friedhelm Baur vom TV Mülfort-Bell. Für Martina Helfer wurde lediglich Jürgen Schmidt vom TV Orken neu in den Rechts- und Ehrenrat gewählt.
So konnten die anwesenden Vereinsvertreter den Blick mehr auf die in Zukunft anstehenden Themen richten. In Kürze steht etwa die Vereinigung des Rheinischen Turnerbundes mit dem Westfälischen Turnerbund bevor. Grund dafür ist natürlich die angespannte Finanzsituation. Aber die Fusion, deren Zustandekommen für Friedhelm Baur so gut wie sicher ist, bringt auch andere Vorteile mit sich. „Bisher haben die beiden Verbände beim Landessportbund nicht immer mit einer Stimme gesprochen“, erklärt er. Zudem wäre der neue Bund mit rund 757 000 Sportlern nach den Fußballern der zweitgrößte Verband im Landessportbund NRW. „Man kümmert sich derzeit zu viel um die Politik und zu wenig um den Sport“, bedauert Baur, „aber damit muss man wohl im Moment leben.“
Doch auch für den Sport wird 2007 noch Platz bleiben. Bei der Aktion „Deutschland bewegt sich“ wurde Mönchengladbach als einzigem Ort in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr der Zuschlag erteilt. Im Nordpark soll der Aktionstag über die Bühne gehen. „Wir werden mit Borussia reden. Am liebsten würden wir das mit der Saisoneröffnung verknüpfen“, sagt Baur. Dort können sich die Menschen über die Angebote von Sportvereinen informieren. Baur animiert auch die Vereine des Turngaus, sich an der Aktion zu beteiligen. Insgesamt haben in den letzten vier Jahren 20 Millionen Menschen bei „Deutschland bewegt sich“ mitgemacht.
Der Gladbacher Turngau kann jetzt eine eigene Ehrung an seine Mitglieder vergeben, ohne sich der Ehrennadeln der Verbände bedienen zu müssen. Die Christian Friedrich-Schloer-Plakette, benannt nach dem Hauptinitiator der Gaugründung im Jahr 1863, wurde erstmals an den Ehrenvorsitzenden Werner Ueffing vergeben.
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