Fußball: "Unser Mittelfeld war tot"
zuletzt aktualisiert: 18.09.2010Sven Kluge, Trainer des Fußball-Bezirksligisten SC Union Nettetal erklärt, warum sein Team zuletzt zwei hohe Niederlagen kassierte. Beim Derby in Dilkrath soll es sich auf die einfachen Dinge konzentrieren.
Das große Reisen
Während Union II am Sonntag zum Nachbarn Fortuna Dilkrath reist, stehen für die übrigen Grenzländer weitere Fahrten an.
Die schwerste Aufgabe haben dabei die TSF Bracht, die zum Überflieger der bisherigen Saison, Preußen Krefeld, reisen.
Der aktuelle Tabellenzweite VSF Amern muss seine guten Leistungen bei Union Krefeld bestätigen.
Der SC Waldniel tritt bei SuS Krefeld an.
Rhenania Hinsbeck spielt in Willich.
Das Bezirksliga-Team des SC Union Nettetal hat in den letzten Wochen eine Berg- und Talfahrt durchlebt. Einer 0:6-Klatsche gegen Linn folgten zwei tolle Siege gegen Amern und Meerbusch. Zuletzt gab es jedoch wieder zwei Packungen – wobei das 0:5 gegen Willich in einen 2:0-Sieg umgewertet wurde, weil Willich einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt hatte. Trotz der geschenkten Punkte sieht Trainer Sven Kluge Probleme in seiner Mannschaft. Marek Bobrowski sprach mit ihm darüber.
Auch wenn es gegen Willich nun die Punkte gibt: Zuletzt gab es neun Gegentore in zwei Spielen. Was ist mit der Defensive los?
Kluge Es ist ja nicht nur die Defensive. Das hat leider mit allen Mannschaftsteilen zu tun. Abwehr, Mittelfeld und Sturm müssen zusammen funktionieren. Momentan ist das nicht der Fall.
Wie erklären Sie sich den Einbruch nach zwei guten Spielen?
Kluge Wir haben immer wieder andere Spieler auf den einzelnen Positionen aufgestellt. Da haben die Einzelleistungen nicht gestimmt. Dazu kamen Ausfälle und schlechte Tagesformen. Unsere Mannschaft ist noch recht jung. Wenn es einmal nicht läuft, dann scheint es auch gleich knüppeldick zu kommen. So fügt sich ein Teilchen in das nächste und plötzlich kommen solche Ergebnisse zu Stande.
Was muss sich nun in den nächsten Spielen ändern?
Kluge Unser Mittelfeld fand in den letzten Partien nicht statt. Wir haben hinten Unsicherheiten gezeigt und mussten mit langen Bällen das Spielfeld überbrücken. So war unser Mittelfeld tot und wir konnten uns nicht vom Druck der Gegner befreien. Wir müssen einfach wieder Fußball spielen und uns auf die einfachen Dinge konzentrieren. Das wir das können, haben wir ja bereits bewiesen. Zudem wird es sicherlich die ein oder andere personelle Veränderung geben.
Wäre eine Systemumstellung eine Möglichkeit, für mehr Stabilität zu sorgen?
Kluge Nein, unser System ist durchaus gut. Jeder einzelne muss allerdings wieder seine Leistung zeigen und Vollgas geben. Es wäre sicher der falsche Schritt, jetzt wieder ein neues System einzustudieren.
Kommt mit Fortuna Dilkrath, dem aktuellen Tabellenletzten, vielleicht gerade der richtige Gegner, um wieder in die Spur zu finden?
Kluge Die Dilkrather haben momentan ebenfalls jede Menge Probleme. Eigentlich kann das für uns nur positiv sein, aber es wird ein hartes Spiel. Die Fortunen werden, wie auch wir, alles geben, um endlich wieder zu siegen. Das könnte am Ende ein offener Schlagabtausch werden. Für uns ist wichtig, dass wir das Mittelfeld kompakter stehen lassen und die Lücke zum Angriff kleiner gestalten. Das Zusammenspiel zwischen Abwehr, Mittelfeld und Sturm muss einfach wieder greifen. Wir fahren jedenfalls mit breiter Brust nach Dilkrath. Schließlich haben wir auch nichts zu verlieren.
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