Fußball: Wilms beendet Unions Serie
VON STEPHAN MANGELS - zuletzt aktualisiert: 12.10.2009Nach sechs Spielen ohne Niederlage sorgte ausgerechnet der frühere Nettetaler in der Nachspielzeit für die 0:1-Niederlage des Fußball-Landesligisten beim 1. FC Grevenbroich-Süd. Josef Cherfis Team gelang gestern nichts.
Nach sechs Spielen ohne Niederlage und zuletzt drei Siegen hat es den SC Union Nettetal erwischt. Beim 1. FC Grevenbroich-Süd verloren die Kicker von Trainer Josef Cherfi 0:1. Dabei erzielte ausgerechnet der ehemalige Nettetaler Sascha Wilms das entscheidende Tor – in der Nachspielzeit.
"Natürlich ist der Gegentreffer zu einem ungünstigen Zeitpunkt gefallen. Aber insgesamt war es eine verdiente Niederlage", gab Unions Übungsleiter unumwunden zu. Auch wenn ihm das schwer gefallen sein dürfte, schließlich war es erst die dritte Niederlage in seiner Amtszeit. Damit konnten die Nettetaler zwar nicht ihren zweiten Tabellenplatz behaupten, aber die Blau-Gelben trennen immer noch nur zwei Punkte vom neuen Tabellenführer Baumberg.
Erstmals torlos
Gestoppt Ein jähes Ende fand gestern Unions Torgarantie. In acht Spielen trafen die Nettetaler bereits 16 Mal ins gegnerische Tor. Gestern zum ersten Mal nicht. Wersten
Reise Die nächste Auswärtsreise führt die Cherfi-Mannschaft nun nach Wersten, das aktuell den 13 Tabellenplatz belegt.
Von Beginn an sahen die Zuschauer eine Partie auf magerem Niveau. Was die beiden Mannschaften boten, hatte nur in Ansätzen etwas mit Landesliga-Fußball zu tun. Und Union erwies sich zudem als die schwächere der beiden Mannschaften. "Wir haben überhaupt keine Bindung zum Spiel gefunden. Das Problem war ganz einfach, dass wir im Kollektiv einfach unter den gewohnten Möglichkeiten geblieben sind", analysierte Cherfi.
Doch einen Vorwurf wollte der Coach seinen Akteuren nicht machen. Denn wieder stellte sich die Mannschaft quasi von alleine auf. Gestern erwies sich der personelle Aderlass als zu groß. Auch wenn Cherfi dies nicht als Entschuldigung anführte. In Grevenbroich ließ er erneut Kevin Sonneveld dritte Spitze spielen. Doch gelang den Nettetalern am gestrigen Tage einfach nichts. "Nach vorne konnten wir überhaupt keine Akzente setzen", klagte Cherfi.
Auch wenn Union in manchen Aktionen Tempo ins Spiel gebracht hatte, verhinderte zu langsames Nachrücken einen erfolgreichen Abschluss. Über die gesamten 90 Minuten war Nettetal kaum einmal zwingend torgefährlich. Bei Torwart Michael Vieten konnte sich Union bedanken, dass es zur Pause überhaupt noch 0:0 stand. "Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Michael bereits viermal hervorragend klären können", lobte Cherfi, selbst ehemaliger Torwart, seinen in dieser Spielzeit so souveränen Schlussmann. Nach diesen Leistungen Vieten dürfte es Björn Blättermann schwer haben, wieder die Nummer eins im Tor zu werden.
Doch diese Erkenntnis war gestern ein Luxusproblem für den Nettetaler Übungsleiter. Stattdessen war er sich bewusst, dass eine Nettetaler Mannschaft in Bestbesetzung möglicherweise gestern drei Punkte mitgenommen hätte.
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