Hockey: Wir können nur gewinnen
zuletzt aktualisiert: 07.07.2007Der Viersener Marc Brüse (28) steht am Wochenende mit Schwarz-Weiß Neuss in der Endrunde um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft im Gladbacher Hockeypark. Judit Höttges sprach mit ihm.
Ist das Erreichen der Endrunde Ihr bisher größter sportlicher Erfolg?
Brüse Auf jeden Fall. Genau wie mein Club Schwarz-Weiß Neuss stehe ich erstmals in einer DM-Feld-Endrunde. In der Halle war ich schon zweimal dabei, einmal mit Neuss und einmal mit Krefeld. In der Jugend hatte ich viele große Erfolge mit dem Crefelder HTC. Die Jugendarbeit dort war super. Wir waren sechs Mal bei der Deutschen Meisterschaft dabei, holten drei Mal in Folge den Titel.
Den von der Linie gefischten Ball, der Neuss ins und den GHTC aus dem Halbfinale schoss, bezeichnete Gladbachs Trainer Micki Hilgers als unhaltbar.
Brüse (lacht) Micki sagte nach dem Spiel, „ich weiß nicht, ob der Brüse in seinem Leben noch einmal so einen Ball von der Linie holt“. Fakt ist, dass dies schon das vierte Mal in dieser Saison war. Gegen den Harvestehuder HTC kam es zwei Minuten vor Schluss zu einer ähnlichen Situation, auch da holte ich den Ball von der Linie. Das geht schon, man darf nur keine Angst haben, auf der Linie zu stehen, und die Reflexe müssen halt stimmen.
Sie waren in vielen Clubs zu Hause, warum nie im GHTC?
Brüse Als Vierjähriger habe ich als Viersener, und da wohne ich auch heute noch, beim VTHC begonnen, war elf Jahre beim Crefelder HTC und bin dann nach Neuss gegangen. Gladbach stand irgendwie nie zur Debatte. Die haben nie bei mir, und ich auch nie bei ihnen angefragt.
Bedauern Sie die Nichtteilnahme des GHTC?
Brüse Dass der GHTC ausgeschieden ist, ist absolut richtig. Erfolg ist halt nicht zu kaufen. Für eine Mannschaft wie die unsere, die zu 75 Prozent aus Ur-Neussern besteht und nicht einen Spieler eingekauft hat, ist es schon eine Genugtuung, gegen den GHTC mit seinen Einkäufen wie den Koreanern zu gewinnen. Schön wäre es allerdings gewesen, wenn neben uns und dem Crefelder HTC noch ein dritter Westverein, sprich der GHTC, bei der Endrunde dabei gewesen wäre. Allein aufgrund des daraus resultierenden Zuschauerzuspruchs wäre das eine tolle Sache.
Welche Chancen hat Schwarz-Weiß Neuss am Wochenende in der Endrunde?
Brüse Alle. Unseren Halbfinalgegner, den Hamburger Club an der Alster, haben wir während der Saison genauso geschlagen wie den Uhlenhorster HC aus Hamburg, der auf den Crefelder HTC trifft. Zu Krefelds Trainer Dietmar Alf habe ich ein gutes Verhältnis. Und er sagte mir, „ihr seid unser Angstgegner.“ Zudem gehen wir mit null Druck in die Partie. Unser Ziel war der Klassenverbleib, und den haben wir ganz früh klar gemacht. Alles was jetzt kommt, ist die Kür. Spielen wir nur ansatzweise wie gegen Gladbach, sieht es wirklich gut für uns aus. Dann ist auch ein Sieg gegen Titelverteidiger Krefeld, den wir im Übrigen im letzten Jahr schlugen, drin. Alles in allem können wir einfach nur gewinnen.
Termine Neuss spielt heute um 19 Uhr gegen den Club an der Alster; um 17 Uhr treffen Krefeld und Uhlenhorst aufeinander. Das Endspiel ist morgen um 15 Uhr. Die Frauen spielen heute ab 13 um die DM; ihr Finale ist am Sonntag um 12.30 Uhr.
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