Stadt Willich: Beigeordneter: Neuer Anlauf
VON ANDREAS CÜPPERS - zuletzt aktualisiert: 21.01.2010Stadt Willich (RPO). Die Stadt Willich wird die Stelle des Beigeordneten für Schule, Sport und Kultur neu ausschreiben. Darauf einigten sich Verwaltungsvorstand und Politik. Die bisherigen Bewerber erfüllen das Anforderungsprofil nur bedingt.
Seitdem Christoph Gerwers als Bürgermeister in Rees regiert, ist das Amt des Beigeordneten für den Fachbereich Freizeit, Familie und Sicherheit bei der Stadt Willich unbesetzt. Die Aufgaben des abgewanderten Dezernenten teilen sich derzeit noch Bürgermeister Josef Heyes, Kämmerer Willy Kerbusch und die Technische Beigeordnete Martina Stall. Seit Montagabend ist klar: Die Suche nach einem Nachfolger für Gerwers wird länger dauern als bislang angenommen. Die Stelle wird nämlich neu ausgeschrieben.
Bewerber nur Spezialisten
Darauf haben sich Vertreter von Verwaltung und Politik beim Obleute-Gespräch geeinigt. Neben Bürgermeister Heyes, Kämmerer Kerbusch und der Technischen Beigeordneten Stall haben Erich Paul als Geschäftsbereichsleiter Zentrale Finanzen sowie die Vorsitzenden der vier Ratsfraktionen an dem Gespräch teilgenommen.
Die Sondersitzung
Sitzung Die öffentliche Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Willich ist am Donnerstag, 28. Januar, um 17.30 Uhr im Schlosskeller.
Weitere Stelle In der Sitzung wird auch über die Nachfolge von Franz Rütten, Geschäftsbereichsleiter Schule und Sport, entschieden. Er war Ende vergangenen Jahres in den Ruhestand gegangen. Die vier Bewerber stellen sich dem Ausschuss vor.
Einvernehmlich wurde dabei die Neuausschreibung beschlossen. Grund: Die bisherigen Bewerber erfüllen das Anforderungsprofil nur bedingt. "Insbesondere fehlt es an den praktischen Erfahrungen in den Bereichen, für die der künftige Beigeordnete zuständig sein soll", sagt Bürgermeister Josef Heyes. Es gab Spezialisten für Kultur oder Sport, aber offenbar niemanden, der alle Aufgabenbereiche abdeckte.
21 Kandidaten hatten sich auf die Ausschreibung in zwei regionalen Tageszeitungen – unter anderem in der Rheinischen Post – sowie einer Fachzeitschrift für Juristen beworben. Der Verwaltungsvorstand sichtete die Unterlagen zunächst, an die Fraktionen, die im Rat letztlich entscheiden, gingen die Lebensläufe der Kandidaten. Bei den Bewerbern, die in der ersten Runde in die engere Auswahl kamen – das dürften nicht mal eine Hand voll sein – wird jetzt nachgefragt, ob sie ihre Bewerbung angesichts der Neuausschreibung aufrecht erhalten.
In einer Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses am kommenden Donnerstag wird dann erneut über den genauen Ausschreibungstext diskutiert. In der ersten Ausschreibung war das Feld der Kandidaten ausschließlich auf Volljuristen begrenzt. Diesmal sollen auch Hochschulabsolventen mit einschlägigen praktischen Erfahrungen eine Chance erhalten. "Wir wollen das Bewerberfeld damit erweitern", sagt Bürgermeister Heyes. Eine juristische Ausbildung mit zweitem Staatsexamen sei nun nicht mehr zwingende Voraussetzung, aber nach Ansicht aller Fraktionen weiterhin wünschenswert. Die Ausschreibung soll deshalb auch in überregionalen Tageszeitungen wie der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", der "Süddeutschen Zeitung" oder der Wochenzeitung "Die Zeit" erscheinen.
Zeit geht verloren
Durch die erneute Ausschreibung gehen der Stadt einige Monate bis zur Besetzung der vakanten Stelle verloren. "Statt jetzt etwas übers Knie zu brechen", sagt Bürgermeister Josef Heyes, "wollen wir aber lieber eine gute Besetzung für die Stelle finden." Frage des Tages
Meinung
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



