Tönisvorst: Betreuungsplätze für Grundschüler fehlen
zuletzt aktualisiert: 11.02.2012Tönisvorst (RP). Die Betreuungssituation der Grundschüler beschäftigt den Tönisvorster Schul- und Kulturausschuss erneut. Wie bereits im aktuellen Schuljahr so ist auch für das Schuljahr 2012/13 die Nachfrage höher als das Platzangebot. "Wir haben einen Überhang von Mitte 20", teilte Bürgermeister Thomas Goßen im Ausschuss mit. Allerdings gebe es auch Kündigungen, die noch nicht eingerechnet seien. Diese Kündigungen seien aber nicht auf die Anhebung der Elternbeiträge zurück zu führen, betonte Goßen auf Nachfrage. "Außerdem haben wir ja in den unteren Gehaltsstufen keine Beitragsänderung vorgenommen", sagte der Bürgermeister.
Thomas Kroschwald (CDU) wies darauf hin, dass die Situation bei den Haushaltsberatungen berücksichtigt werden müsse. "Sollte eine neue Gruppe gegründet werden, muss das Geld da sein." Der Bürgermeister ging nicht davon aus, dass eine ganze Gruppe zustande komme. "Die Anfragen verteilen sich auf alle vier Grundschulen", erklärte Goßen.
Derzeit verfügt die Stadt über 350 Plätze im Offenen Ganztag. Die Kosten für die Übermittags- und Nachmittagsbetreuung der Kinder liegen bei 1,14 Millionen Euro. 18 Prozent davon zahlen die Eltern, 30 Prozent schießt das Land zu. Mit 52 Prozent der Kosten hat die Stadt den Löwenanteil. Im Vorjahr hatte die Stadt trotz der hohen Kosten das Problem gelöst, indem eine neue Gruppe für 15 Erstklässler der katholischen Grundschule im nahegelegenen Familienzentrum Marienheim gegründet wurde. Ob es eine solche Ausnahmeregelung erneut geben wird, ist noch offen. Das Thema soll am 25. April, wenn der Ausschuss für Schule und Kultur erneut zusammen tritt, wieder auf der Tagesordnung stehen.
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