Tönisvorst: Charakter des Ortskerns erhalten
zuletzt aktualisiert: 10.12.2008Tönisvorst (RPO). Wie der kleine, aber vielleicht einmal feine Vorster Zentrumsbereich zwischen Kuh- und Hauptstraße zukünftig aussehen könnte, darüber wird wohl der Planungsausschuss der Stadt Tönisvorst erst in seiner Sitzung am 4. Februar des kommenden Jahres entscheiden. Vorher trifft sich aber noch der Arbeitskreis „Innenstadtentwicklung Vorst“.
Ihm wird dann auch ein neuer Entwurf des Tönisvorster Architekten Michael Dieris vorgelegt, den er jetzt im Planungsausschuss erläuterte. „Ich will den dörflichen Charakter des Ortskerns auf jeden Fall erhalten“, erläuterte Dieris seine Überlegungen.
So hatte er an der Kuhstraße Lückenschließungen mit zweigeschossigen Baukörpern vorgesehen, wobei dort ein barrierefreies Wohnen, eventuell auch ein Gewerbe im Erdgeschoss, möglich sei. Ebenfalls zweigeschossige Gebäuderiegel platzierte Dieris an der Hauptstraße, mit zusätzlichen 40 bis 50 Wohneinheiten. „Im Erdgeschoss sei aber auch auf einer Verkaufsfläche von etwa 900 Quadratmetern ein Einzelhandel oder Frische-Markt denkbar.“
Den Lärmschutz will der Architekt durch so genannte Doppelfassaden der Baukörper an der Hauptstraße sicherstellen. Im südwestlichen Innenbereich dieses Dreiecks könnte das alte Pfarrhaus erhalten bleiben, auch die alten Eiben blieben stehen. „Haben Sie einen Investor für diese Planung?“, fragte der Ausschuss-Vorsitzende Hans-Joachim Kremser (SPD) den Architekten. Derzeit bestehe lediglich Kontakt zu einem Projekt-Entwickler, erläuterte Dieris daraufhin. „Zu dem Eigentümer habe ich bewusst noch keinen Kontakt aufgenommen.“
Dies alles müsse erst einmal schlüssig durchgerechnet werden, meinte Hans Lücker (CDU) schließlich und forderte abschließend detaillierte Angaben und kaufmännische Daten zu dem Projekt. Architekt Michael Dieris wird diese Daten dem Arbeitskreis „Innenstadtentwicklung Vorst“, der sich in der zweiten Januar-Hälfte 2009 trifft, vorlegen.
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