Stadt Willich: Die Zukunft des Katharinen-Hospitals
zuletzt aktualisiert: 23.06.2012Stadt Willich (RP). "Wie gut ist das Willicher Katharinen-Hospital für die Zukunft aufgestellt?" Das fragte Moderator Dr. Paul Schroembges den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Neusser St. Augustinus-Kliniken, Paul Neuhäuser.
"Im Prinzip sehr gut, aber..." begann die Antwort. Er wollte damit sagen, dass der Druck der kleinen Kliniken, sich gegen die großen Verbünde durchzusetzen, immer größer werde und dass der Weg immer mehr hin zu spezialisierten Zentren gehe, die viel wirtschaftlicher arbeiten könnten. Was dem Verantwortlichen zum Schluss aber auch wichtig war: "Die größtmögliche Unterstützung auch des Willicher Krankenhauses ist, wenn möglichst viele Bürger die Leistungen hier in Anspruch neben."
Warten auf Genehmigungen
Schroembges hatte eine rote Decke mitgebracht und verwandelte den schwarzen Sessel in der Cafeteria des Krankenhauses in so eine Art "Rotes Sofa". So heißt nämlich die CDU-Veranstaltung, bei der es diesmal um die Gesundheit ging. Neben Geschäftsführer Stefan Knöfel, den verantwortlichen Ärzten und der Pflegedienstleitung waren etwa ein Dutzend Interessierte gekommen. Sie erfuhren etwas vom enormen wirtschaftlichen Druck, dem gerade die kleinen Häuser ausgesetzt seien. 2007 hatten die Augustinus-Kliniken das Willicher Krankenhaus übernommen und es zuletzt noch kräftig modernisiert und ausgebaut. Ein künftiger Schwerpunkt soll im Ausbau der Chirurgischen Abteilung und der Geriatrie gelegt werden. Aber auch hier gibt es Stolpersteine. Denn alle Genehmigungen dazu lägen vom nordrhein-westfälischen Ministerium noch nicht vor.
Stichworte Planung und Kalkulation. "Auch in den Krankenhäusern nehmen die Dokumentationen oder Abrechnungsmodalitäten einen breiten Raum ein, einiges können sogar Insider nicht mehr nachvollziehen", sagte der Geschäftsführer. Mit den Krankenkassen sei man zwar im ständigen Dialog aber auch im Disput: "So wollten wir auch in Willich zusätzliche orthopädische Angebote schaffen, die teilweise von den Krankenkassen noch nicht bezahlt worden sind."
Gerade wegen des medizinischen Fortschritts und der immer älteren werdenden Bevölkerung würden, meinte der Experte, die medizinischen Behandlungskosten pro Patient immer weiter zunehmen und bald gar nicht in dem Maße finanziert werden können.
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