Willich: Ein Drittel der Mensa bezahlt
VON ANDREAS CÜPPERS - zuletzt aktualisiert: 16.02.2011Willich (RPO). Die erste Phase beim Projekt "Heimatinvest" ist beendet. Bislang haben die Bürger der Stadt Willich für den Bau der Mensa in Schiefbahn rund 500 000 Euro zur Verfügung gestellt. Eine weitere Einzahlungsphase startet bald.
Der Bürgerkredit
Anlage Der Mindestbetrag bei der Anlage liegt bei 5000 Euro (Stückelung 1000 Euro)
Verzinsung 3,6 Prozent für 240 Monate (20 Jahre)
Auszahlung Die monatlichen Rückzahlungen starten sofort.
Beispiel Bei einer Anlagesumme von 5000 Euro erhält der Anlager über die Laufzeit eine Gesamtrendite von 2021,26 Euro. Die monatliche Auszahlung beläuft sich demnach auf 29,26 Euro.
stadt willich Der Bau der gemeinsamen Mensa für das St. Bernhard-Gymnasium und die Willi-Graf-Realschule in Schiefbahn nimmt Gestalt an. Das Fundament ist gelegt, am kommenden Mittwoch wird offiziell der erste Spatenstich erfolgen. Die Finanzierung ist allerdings noch nicht komplett gesichert. 1,7 Millionen Euro soll der Bau der Mensa kosten. Für die Finanzierung hatte die Stadt Willich in Zusammenarbeit mit der biw-Bank in Anrath das Projekt "Heimatinvest" initiiert. Die Idee – vereinfacht dargestellt: Bürger leihen der Stadt ihr Geld (siehe Infokasten).
Knapp 500 000 Euro eingezahlt
Am Montagabend, 23 Uhr, endete die Frist für die Eröffnung eines entsprechenden Kontos bei der biw-Bank. 496 000 Euro sind bislang eingezahlt worden, rund ein Drittel der eigentlich benötigten 1,7 Millionen Euro. "Weitere rund 100 000 Euro sind noch auf den Konten, aber von den Inhabern noch nicht freigegeben worden", erklärt Michael Heinks, Vorstand der biw-Bank.
Auch wenn die Initiatoren ursprünglich hofften, die komplette Bausumme über den Bürgerkredit aufbringen zu können, sagt Bürgermeister Josef Heyes: "Mit der Summe, die zusammen gekommen ist, können wir zufrieden sein." Insbesondere in den vergangenen Wochen, so Heinks, sei viel Geld eingezahlt worden. "Zu Beginn ist das Projekt Heimatinvest aber sehr verhalten angelaufen."
Die Stadt Willich bekommt in den nächsten Tagen das bislang angelegte Geld ausgezahlt, um mit dem Bau der Mensa beginnen zu können. "Den unterschriebenen Kreditvertrag haben wir am Montag bei der Stadt abgeholt", erzählt Heinks. "Außerdem haben wir uns mit der Stadt geeinigt, dass es noch eine zweite Phase geben wird, in der man sich an dem Projekt beteiligen kann." Diese Phase soll in den nächsten Tagen bereits starten und etwa bis Ende März dauern.
Dabei soll auch über die Grenzen der Stadt Willich hinaus Werbung für das Projekt gemacht werden. Schon jetzt seien zwar nicht alle Einzahlungen von Willicher Bürgern gekommen, so Michael Heinks. Die Auswärtigen, die sich beteiligten, hätten aber eher zufällig von "Heimatinvest" erfahren. Mit der gezielten Ansprache und überregionalen Werbung erhoffen sich Stadt und Bank noch einmal viele Geldeinlagen. "Ich bin immer noch zuversichtlich, dass wir die komplette Bausumme zusammen bekommen", sagt Josef Heyes. Sollte das nicht gelingen, werde man für die Restsumme einen herkömmlichen kommunalen Kredit aufnehmen. "Wir werden auf keinen Fall nur eine halbe Mensa bauen", sagt Heyes.
Der Spatenstich für die Mensa könnte nach Ansicht des Bürgermeisters noch einmal ein Impulsgeber für potenzielle Anleger sein. "Bislang konnte man sich mit dem Projekt ja nur im Internet oder auf dem Papier identifizieren."
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