Tönisvorst: FDP fordert eine Erneuerung
zuletzt aktualisiert: 31.03.2011Tönisvorst (RPO). Birgit Koenen, Vorsitzende des FDP-ortsverbandes Tönisvorst, ließ bei der Jhareshauptversdammlung der Partei ihrem Frust über den Ausgang der Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz erst einmal freien Lauf ließ.
"Ich erwarte auf thematischer als auch auf personeller Ebene eine Neuausrichtung", sagte sie vor etwa 20 der 36 Liberalen des Ortsverbandes, die zur versammlung gekommen waren. Schon vor den beiden Wahlen sei das Erscheinungsbild der Berliner CDU/FDP-Koalition desaströs gewesen: "Die Basis erwartet, dass jetzt die FDP-Bundespartei endlich handelt", betonte Koenen.
Marcus Thienenkamp,Kassierer des Ortsverbandes warnte: "Wir dürfen nicht zur Miesmacher-Partei werden, sondern müssen den Bürgern wieder sinnvolle Alternativen und Programme aufzeigen." Für die Fraktion sagte Günter Scheuer, die FDP wolle nicht "Jedermanns Liebling" sein. Für die Liberalen sollten anstelle des sicherlich bequemeren Weges der Steuererhöhungen erst einmal die Sparbemühungen oberste Priorität haben.
Ob generell Steuererhöhungen für die Kommunen sinnvoll seien, darauf wollte sich auch der Gastredner nicht eindeutig festlegen: Otto Fricke (45) aus Krefeld, haushaltspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, überließ diese Entscheidung den jeweiligen Kommunen. Jedenfalls dürfe es nach Ansicht von Fricke nicht so weitergehen, dass erst einmal das Geld ausgegeben und erst danach gefragt werde, wer dies eigentlich bezahlen solle. Auch einige FDP-Vorständler aus Willich, so Klaus Vogt und Ralf Klein, hörten dem Haushaltsexperten zu.
Für Tönisvorst stellte der FDP-Ortsverbandsvorsitzende Birgit Koenen in ihrem Rückblick die Gründung des Tönisvorster Ortsverbandes der Jungliberalen im vergangenen Jahr heraus. Die "Julis" haben sich zwischenzeitlich weiter verstärkt. Sie sagte den Verantwortlichen um Niklas Rieken, Bernhard Kowalczyk, Justus Rademacher und Ruben Schneider tatkräftige Unterstützung zu.
Auch zukünftig wolle sie dafür sorgen, dass über Parteigrenzen hinweg ein politischer Konsens erzielt werde: "Der Bürger erwartet kein Gezänk, sondern die Bewältigung der schwierigen Aufgaben, wie die Verabschiedung des Haushalts."
Der Ortsverband ehrte noch die 67-jährige Julia Schmitz. Sie gehört der FDP seit nunmehr 35 Jahren an und macht auch in Partei und Fraktion aktiv mit.
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