Stadt Willich: Fraktionen beraten Stadtnamen
VON NADIA JOPPEN - zuletzt aktualisiert: 20.01.2012Stadt Willich (RP). Es ist keine Entscheidung, die im Planungsausschuss mal eben so durchgewinkt werden kann: Soll die Stadt Willich den Zusatz "Festspielstadt" in ihrem Namen führen? Der Festspielverein hatte das vorgeschlagen.
Die Willicher Fraktionen werden erst einmal gründlich darüber beraten, ob die Stadt den Zusatz "Festspielstadt" in ihrem Namen führen soll. Darauf verständigten sich alle Politiker des Planungsausschuss am Mittwochabend einstimmig in Neersen.
Hintergrund des Themas waren zwei Anträge: Zum einen hatte der Verein Schlossfestspiele Neersen am 6. Dezember 2011 beantragt, den Namen der Stadt in "Festspielstadt Willich" zu ändern. Die Landesregierung hatte im Oktober 2011 Zusatznamen, die auf charakteristische Merkmale einer Kommune hinweisen, auf Ortsschildern erlaubt. Außerdem gab es in der Sitzung eine Tischvorlage mit einem Antrag der SPD vom 10. Januar 2012. Darin beantragen die Sozialdemokraten, eine Namensergänzung für Willich in einer Arbeitsgruppe aller verantwortlichen Ausschüsse zu erarbeiten und der Bevölkerung zuerst über einen Ideenwettbewerb eine Beteiligungsmöglichkeit zu geben. Die Festlegung auf Festspielstadt lehnt die SPD ab, weil sie nicht zukunftsfest sei.
Hans Kothen, der Vorsitzende des Festspielsvereins, warb um Zustimmung für den Namenszusatz, war aber auch mit der Vertagung des Themas zufrieden. Er wollte auf keinen Fall eine "unschöne Diskussion". Wünschenswert wäre aus seiner Sicht eine einstimmige Entscheidung für den Zusatz. Dr. Paul Schrömbges (CDU) gab zu bedenken, dass eine Namensänderung nicht "by the way" gemacht werde, denn "Namen haben Gewicht in der Geschichte". Für die SPD stimmte Jürgen Hansen der Vertagung zu, auch er hob auf die Tragweite der Entscheidung ab. Hans-Joachim Donath (FDP) wollte zudem eine Schätzung, welche Kosten mit der Namensänderung für die Bürger und die Verwaltung verbunden sind.
Die Technische Beigeordnete Martina Stall wies darauf hin, dass die Namensergänzung kein Thema für den Planungsausschuss sei. Wegen ihrer Bedeutung müsse sie der Rat diskutieren und entscheiden. Dort müsse mindestens eine Zweidrittelmehrheit für die Änderung stimmen. Frage des Tages
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