Willich: Grundschüler besuchen Hundeschule
zuletzt aktualisiert: 22.02.2012Willich (RP). Die schwarze achtjährige Labrador-Hündin Jeanny hatte "Rücken", konnte leider nur am Rand des Geschehens zusehen, wie ihre Artgenossen durch die Tunnelröhren gingen, über kleine Hindernisse sprangen oder mit den Gummibällen spielten.
Sieben Vierbeiner der St. Töniser Hundeschule Gebel hatten aufmerksame Beobachter: 26 Schüler und Schülerinnen der Gemeinschaftsgrundschule Hülser Straße in St. Tönis waren mit ihrer Klassenlehrerin Martina Albrecht und Lehramtsanwärter Karsten Moschek zum praktischen Sachkundeunterricht gekommen.
"Am 9. Mai werde ich acht, so ein Hund als Geburtstagsgeschenk wäre super", sagte Mayra. Wobei sie aber noch schnell ergänzt: "Es muss aber ein kleiner Babyhund sein." Dass damit auch eine große Verantwortung verbunden ist, versuchte den Kindern die Besitzerin der Hundeschule, Gisela Gebel, zu erläutern. Die Kinder der Klasse 2 b standen anfangs brav in einer Reihe, als sich erst einmal die Hunde bei ihnen vorstellten.
"Du brauchst keine Angst zu haben, Falko sieht zwar riesengroß aus, ist aber mit seinen sieben Monaten noch ein Baby", beschwichtigte die Hundeführerin. Trotzdem blieb Erva (7) ganz vorsichtig, traute sich erst nicht, dem jungen deutschen Schäferhund ein Leckerli zu geben. Später wurde auch sie mutiger. Loic, Felix und Selenia hatten schnell Zutrauen zum Golden Retriever "Lilly" gefunden. Sie setzten sich auf eine Iso-Matte und nahmen "Lilly" auf den Schoß. Die Hündin war mit ihren fast zehn Jahren die "Oma" auf dem Platz, der leider ob des Regens der vergangenen Tage weich und sumpfig war.
Schon etwas erfahren waren im Umgang mit den Tieren unter anderem Leon (7) und Valentin (8). Leons Eltern haben einen Labrador; Valentin zuhause die Huskie-Hündin "Greta". Dennoch hörten auch sie aufmerksam den Tipps von Christa Gebel zu: "Lauft vor allen Dingen nicht von hinten wild auf einen Hund zu, den ihr überhaupt nicht kennt. Zeigt dem Hund eure offene Hand, damit er sich nicht bedroht fühlt. Stört Hunde nicht beim Essen oder Schlafen oder rennt nicht vor ihnen weg oder starrt ihnen in die Augen."
Bis zuletzt blieb die am Rücken geschädigte Labrador-Hündin "Jeanny" unter den geduldigen Beobachtern. Es hatte zumindest den Anschein für die Besucher..
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