Willich: Haus Broich mit neuem Inhalt
VON WOLFGANG DILLE - zuletzt aktualisiert: 24.09.2008Willich (RPO). Bürgermeister Josef Heyes nannte die Firma „einen Diamanten unter Willichs Firmen“. Die XCOM AG
feierte mit ihren Kunden, Mitarbeitern und den Bürgern ihr 20-jähriges Bestehen. Der Tag war ein voller Erfolg.Für die Fachwelt
Die XCOM AG entwickelt sowohl im Kundenauftrag als auch aus der eigenen Markt-Analyse Software-Produkte für die Finanzwelt.
So hat sie ein eigenen Bankenkernsystem geschrieben, das unter anderem von der biw-Bank für Investments und Wertpapiere eingesetzt wird.
Die XCOM hat derzeit rund 200 Mitarbeiter an sieben Standorten in Deutschland. Die Software-Entwicklung findet ebenfalls komplett in Deutschland statt.
Rund 350 Besucher bei den Führungen durch Haus Broich und rund 1000 Besucher auf dem ganzen Gelände – für Matthias Albrecht, den Vorstandssprecher der XCOM AG, war der „Tag der offenen Tür“ im Haus Broich ein voller Erfolg: „Wir haben uns sehr gefreut, dass sich so viele Menschen dafür interessieren, was wir aus dem denkmalgeschützten Gebäude, das ja auch ein Wahrzeichen für die Stadt ist, gemacht haben“, so Albrecht. Die XCOM AG, die das Haus Broich vor rund einem Jahr von der Katholischen Wohltätigkeitsanstalt zur Hl. Elisabeth gekauft hatte, hatte dort mit einer zweitägigen Veranstaltung ihr 20-jähriges Bestehen als IT-Dienstleister und Software-Entwickler für Banken und Finanzdienstleister gefeiert.
In Haus Broich arbeitet seit Mai 2008 die „biw-Bank für Investments und Wertpapiere“ – eine 38-prozentige XCOM-Tochter, die selber ihren Hauptsitz in Willich an der Bahnstraße hat. Zum offiziellen Festakt waren unter anderem Vertreter führender deutscher Bankhäuser, des Bank Verlags und zahlreicher Finanzdienstleister, hochrangige Vertreter von Partner-Unternehmen wie Hewlett Packard und SAP sowie der ruandesische Botschafter in Deutschland, Eugène Gasana, gekommen.
In einer von WDR-Moderator Tom Hegermann geleiteten Talkrunde mit mehreren Gästen bescheinigte Matthias Helleu, der Europa-Chef des Online-Brokers E*TRADE, den Software-Produkten von XCOM eine hohe Qualität, die zum Erfolg seines Unternehmens beigetragen hätten: „Es gab gute und schlechte Zeiten, aber E*TRADE in Deutschland gäbe es so nicht ohne XCOM.“
Zu den Gästen gehörte auch Stephan Schwarte, Geschäftsführer des früheren Eigentümers, der katholischen Wohltätigkeitsanstalt. Er war von dem renovierten Gebäude beeindruckt, dass man moderne Teile wie Büros und Technik sehr schön in das alte Gemäuer integriert hat: „Es ist sehr geschickt das herausgeholt worden, was das Haus ursprünglich war.“
Am Tag danach herrschte dann bei strahlendem Sonnenschein ein reger Andrang – Mitarbeiter und Besucher wurden durch das renovierte, denkmalgeschützte Haus Broich geführt und teilten die Begeisterung Schwartes. „Es ist sehr schön geworden“, empfahl ein älteres Ehepaar seinen Bekannten eine Führung. Für Albrecht war dieser Tag auch eine Möglichkeit, „ein gutes Verhältnis zu den Willichern aufzubauen. Außerdem möchten wir uns so als Arbeitgeber vorstellen.“
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