Tönisvorst: Heimatverein stellt Buch über Haus Neersdonk vor
zuletzt aktualisiert: 27.01.2012Tönisvorst (RP). (tre). Bei der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Vorst im Gemeindezentrum Haus Vorst hat Heinz-Gerd Schuh sein neues Buch "Haus Neersdonk im kurkölnischen Amt Kempen" vorgestellt. Auf knapp 130 Seiten hat der Ur-Vorster, der selber in Haus Neersdonk geboren wurde und dort aufwuchs, die Geschichte der Anlage rekonstruiert. "Wobei ich keine chronologische Auflistung der Besitzer gemacht habe. Vielmehr habe ich mir neben den Ursprüngen und dem Wandel der Zeit von Haus Neersdonk vier Familien herausgenommen und diese ein bisschen mehr beleuchtet", sagte Schuh.
Da ist die Familie von Portzen, die 1667 den Neubau des Herrenhauses veranlasste, die Familie von Aschenbroich, bei der ein Familienmitglied auf mysteriöse Art und Weise bei der Jagd umkam, und die Familie Recken-Berkel, die 1962 umfangreiche Renovierungsarbeiten durchführte, sowie die Familie von Efferen. Der Überfall des berühmten Fetzers auf Haus Neersdonk ist genauso im Buch zu finden wie die Mythen, Sagen und Spukgeschichten, die sich um die Anlage ranken. So sollen in der Neujahrnacht zwei Jungfrauen umgehen, und einer der Aschenbroichs findet ebenfalls keine Ruhe. Aber auch der angebliche existierende unterirdische Gang vom Haus Neersdonk zum Haus Raedt taucht auf.
Schuh hat Texte, Fotos, Urkunden und Landkarten des Buches über Jahre in viel Kleinarbeit zusammengetragen. Schon am Abend der Versammlung fand das Buch zum Preis von zehn Euro einen guten Absatz. "Wir werden es ab sofort im Heimathaus an der Kuhstraße in Vorst verkaufen", sagte Heimatvereinvorsitzender Heinz-Josef Köhler. Schriftführer Wolfgang Arretz hob in seinem Rückblick auf das vergangene Jahr unter anderem die guten Besuchszahlen des Heimathauses und die überaus stark besuchte Mundartveranstaltung "En Mönke voll Platt" hervor. Auch in diesem Jahr soll das Heimathaus mit seinen wechselnden Schaufensterauslagen weiterhin im Mittelpunkt stehen.
Eine erfreuliche Nachricht gab es für alle 610 Mitglieder. Der Jahresbeitrag von zehn Euro bleibt stabil. Des Weiteren wurden der Badminton Club Tönisvorst, Dieter Penk, Johannes Wouters und Inge Götzen für ihre 25-jährige Mitgliedschaft im Verein geehrt. Den Abschluss des Abends bildete der zweite Teil des Bildvortrages "Gaststätten und Branntweinverkaufsstätten in Vorst". In absehbarer Zeit soll ein Buch zu diesem Thema erscheinen.
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