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Stadt Willich: Jungforscher ausgezeichnet

VON KERSTIN ARTZ - zuletzt aktualisiert: 16.05.2012

Stadt Willich (RP). Bei dem Wettbewerb "Schüler experimentieren" haben vier Projektpaare aus Willich im NRW-Entscheid gewonnen. Neben einem ersten und einem zweiten Platz wurden auch zwei Sonderpreise vergeben.

Sonderpreis Biologie: Lynn Faßbender (11) und Johanna Regel (12) versuchten, das Wachstum von Stecklingen mit Phytohormonen zu beschleunigen. Foto: RWE
Sonderpreis Biologie: Lynn Faßbender (11) und Johanna Regel (12) versuchten, das Wachstum von Stecklingen mit Phytohormonen zu beschleunigen. Foto: RWE

Tim Molzberger (12) musste sich am Wochenende alleine freuen. Seine Projektpartnerin Saskia Broch (11) war kurz vor der Siegerehrung krank geworden – und so lag es an Tim, den ersten Platz in der Kategorie Physik entgegen zu nehmen. Die beiden Schüler des Lise-Meitner-Gymnasiums in Anrath hatten sich bis zum NRW-Entscheid des Wettbewerbs "Schüler experimentieren" qualifiziert. Ihr Versuchsobjekt: die Radioaktivität in Willich.

Das Team hat die natürliche Radioaktivität in ihrer Heimatstadt erforscht und gemessen. Dabei gingen sie bis in alte Kellergewölbe, um ihre Ergebnisse zu vervollständigen. "Die Arbeit ist hervorragend und umfassend dokumentiert", urteilte die Jury, die aus Lehrern, Wirtschaftsvertretern und Wissenschaftlern bestand.

Info

Jugend forscht

Der Hauptwettbewerb "Jugend forscht" wird auf drei Ebenen ausgetragen

Alle Teilnehmer treten zunächst bei den Regionalwettbewerben an. Wer hier gewinnt, startet auf Landesebene. Dort qualifizieren sich die Besten für das Bundesfinale. Teilnehmer dürfen höchstens 21 Jahre alt sein.

"Schüler experimentieren" ist die Sparte für jüngere Schüler des Wettbewerbs "Jugend forscht". In der Altersgruppe von der vierten Klasse bis zum Alter von 14 Jahren haben in NRW 89 Schüler insgesamt 46 Arbeiten eingereicht. Die Jungforscher traten in den Kategorien Mathematik/Informatik, Chemie, Technik, Arbeitswelt, Geo- und Raumwissenschaften, Biologie und Physik gegeneinander an.

Wie Pflanzen schneller wachsen

In der Kategorie Chemie erreichten die Grundschüler Greta Francke (10) und Anton Schröter (9) den zweiten Platz. Sie gehen zur Astrid-Lindgren-Schule in Willich und haben untersucht, wie sich die Eigenschaften von Wasser verändern, wenn man Waschmittel hinzugibt. Auch ihre Untersuchungsreihe war aufwändig und lieferte überzeugende Ergebnisse. Betreut wurden die Schüler von der Schulleiterin Karin Vogt.

Platz 1, Kategorie Physik: Tim Molzberger (12) erforschte die natürliche Radioaktivität in Willich mit seiner Saskia Broch (11), die nicht zur Preisverleihung kam. Foto: RWE

Über Sonderpreise konnten sich ebenfalls zwei Willicher Teams freuen, die sich mit dem Fach Biologie beschäftigt haben. Lynn Faßbender (11) und Johanna Regel (12), die auch zum Lise-Meitner-Gymnasium gehen, erhielten den Buchpreis. Sie haben untersucht, ob Stecklinge schneller wachsen, wenn man Phytohormone hinzugibt. Das Team hat wie die Physik-Gewinner Claus Thome betreut.

Heute gibt es mehr Sportvereine

Den zweiten Buchpreis erhielten Lilian Marie Atzpodien (9) und Nela Wolff (9) von der Astrid-Lindgren-Schule. Sie haben sich dem Thema Bewegung gewidmet. Betreut wurden sie von ihrer Sportlehrerin Silke Hohlstein-Terwesten. Sie haben bei einer Umfrage herausfinden wollen, wie viel sich Schüler bewegen. Bei der Auswertung ihrer allerdings nicht repräsentativen Fragebögen hatten sie herausgefunden, dass das Vorurteil nicht stimme, dass man sich früher mehr bewegt habe. Nela: "Früher gab es mehr Spielräume in der näheren Umgebung, heutzutage sind jedoch viele in Sportvereinen."

Quelle: RP/rl
Fotos
Platz 2, Kategorie Chemie: Die Grundschüler Anton Schröter (9) und Greta Francke (10) erforschten, wie Waschmittel auf Wasser wirkt. Foto: RWE
Sonderpreis Biologie: Mit dem Thema Bewegung haben sich Nela Wolff (9) und Lilian Marie Atzpodien (9) beschäftigt. Foto: RWE


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