Stadt Willich: Kämmerer kündigt drastische Einschnitte an
zuletzt aktualisiert: 21.06.2012Stadt Willich (RP). Willichs Stadtkämmerer Willy Kerbusch hat vor dem Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Willich angekündigt, in Kürze seine Liste mit Sparvorschlägen und Vorschlägen zur Einnahmeverbesserung der Stadt vorzulegen.
Weil die Steuereinnahmen bislang nicht die von der Stadt prognostizierten Einnahmen erbrachten, sah sich Kerbusch gezwungen, am 1. Juni eine Haushaltssperre zu verhängen.
Der Kämmerer sagte den Ausschussmitgliedern, er erwarte nach der Sommerpause "eine ganz harte Diskussion" und stimmte sie auf "drastische Einschnitte im Leistungsangebot" der Stadt ein. Auch Steuererhöhungen wolle er vorschlagen, um das Minus im Haushalt auszugleichen. Kerbusch sagte, er mache Vorschläge, was er für notwendig halte. Die Entscheidung habe letztlich die Politik zu treffen.
Zur aktuellen Haushaltslage sagte Kerbusch, die Stadt sei derzeit mit knapp 30 Millionen Euro im Minus. Der Dispositionskredit der Stadt sei bei einer Kreditlinie von 35 Millionen Euro, also der Betrag, den die Stadt ausschöpfen kann, mit 30 Millionen Euro belastet.
Auch wenn sich aus den ersten Steuerbescheiden, die eingingen, positive Tendenzen ablesen ließen, warnte Kerbusch vor Euphorie. Für eine Beurteilung, inwieweit das eine Trendwende sei, sie es noch zu früh. Für die Stadt seien nicht die Investitionen das Problem. Vielmehr stelle sich die Frage nach den aus den Investitionen resultierenden Folgekosten.
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