Stadt Willich: Kreuz Neersen: Ende erster Akt
VON ANDREAS CÜPPERS - zuletzt aktualisiert: 27.04.2009Stadt Willich (RPO). Etliche Jahre wurde geplant und fast vier Jahre gebaut. Nun ist der erste Bauabschnitt im Autobahnkreuz Neersen nach reichlich Verzögerungen beendet. Im nächsten Jahr soll bereits der zweite Bauabschnitt beginnen.
Warum musste gebaut werden?
Im Mai 2002 wurde die neue Rheinbrücke der A 44 bei Ilverich eröffnet. Dadurch nahm der Verkehr am Kreuz stark zu.
Was wurde als Erstes gemacht?
Die Verbindungen von der A 44 aus Richtung Krefeld auf die A 52 Richtung Mönchengladbach und von der A 52 aus Richtung Mönchengladbach auf die A 44 Richtung Krefeld wurden zweispurig ausgebaut. Damit das gemacht werden konnte, mussten andere Verbindungen gesperrt werden. Besonders gravierend: Es gab bis Ende 2008 keine direkte Verbindung von der A 44 aus Richtung Krefeld auf die A 52 Richtung Düsseldorf.
Chronik des Umbaus
Mai 2002 Eröffnung neue Rheinbrücke bei Ilverich
November 2004 Bundesverkehrsministerium genehmigt kompletten Umbau des Autobahnkreuzes (Gesamtkosten in Höhe von zwölf Millionen Euro)
September 2005 Start erster Bauabschnitt
April 2009 Ende erster Bauabschnitt.
2010 Start zweiter Bauabschnitt
Was genau wurde umgebaut?
Es gibt drei neue Rampen: Die erste führt von der A 52 aus Richtung Roermond auf die A 44 Richtung Krefeld. Die zweite Rampe führt einspurig von der A 52 aus Richtung Roermond auf die A 44 Richtung Mönchengladbach-Ost. Die dritte Rampe führt zweispurig von der A 44 aus Richtung Mönchengladbach-Ost auf die A 52 Richtung Düsseldorf.
Ist jetzt wieder alles passierbar?
Nicht ganz. Nach wie vor gibt es keine Möglichkeit direkt von der A 44 aus Richtung Mönchengladbach-Ost auf die A 52 Richtung Roermond zu kommen. Dieses nordöstliche "Ohr" der Kleeblattstruktur soll nach dem Ende des zweiten Bauabschnitts wieder frei sein.
Was ist mit der Ausfahrt Neersen?
In Fahrtrichtung Krefeld ist die Anschlussstelle nicht mehr an die A 44 angebunden. Wer künftig von der A 44 aus Richtung Mönchengladbach-Ost kommt und in Neersen abfahren möchte, muss sich schon vor dem Autobahnkreuz einfädeln und wird dann parallel zur A 44 zur Ausfahrt geführt.
Wieso hat es immer wieder Verzögerungen gegeben?
Der Landesbetrieb Straßen NRW führt die Verzögerungen unter anderem auch auf eine juristische Auseinandersetzung zurück. Ein Bauunternehmer hatte gegen die Vergabe eines Bauauftrages geklagt. Der Auftrag konnte erst sechs Monate später vergeben werden – statt Anfang 2006 erst im Sommer 2006. Bis die Arbeiten dort beginnen konnten, verging der Winter 2006/2007. Welche Rolle spielte das Wetter?
Das beim Erdbau einzubauende Material reagiert sehr empfindlich auf Witterungseinflüsse. Es darf weder zu kalt, noch zu feucht sein. Der Winter 2006/2007 war in dieser Hinsicht denkbar ungünstig. Die Bauarbeiten verzögerten sich um sechs Monate. Anfang dieses Jahres mussten die Arbeiten aufgrund der anhaltenden Minusgrade erneut unterbrochen werden.
War es das jetzt mit den Bauarbeiten?
Nein. Die zu Ende gehenden Arbeiten stellen nur den ersten Bauabschnitt dar. Der Umbau im nördlichen Autobahnkreuz befindet sich in der Planfeststellung. Straßen NRW rechnet mit einem Baubeginn im Jahr 2010.
Was wird dann gemacht?
Im zweiten Bauabschnitt geht es darum, die Zufahrt von der A 44 aus Richtung Krefeld kommend auf die A 52 in Richtung Mönchengladbach zu verbessern.
Wie lange wird das dauern?
Beim Landesbetrieb rechnet man insgesamt mit zwei Jahren Bauzeit, aber weniger Beeinträchtigungen für den Verkehr.
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