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Tönisvorst: Lärmschutz am Südring weiter lückenhaft

zuletzt aktualisiert: 02.02.2010

Tönisvorst (RPO). Zu einer unendlichen und immer mehr lückenhaften Geschichte scheint die von der Verwaltung beabsichtigte Errichtung einer Lärmschutzwand am St. Töniser Südring, zwischen Viersener- und Corneliusstraße, zu werden. Nachdem über Notwendigkeit und Art des Lärmschutzes partout keine Einigkeit zwischen den jeweiligen Grundstückseigentümern erzielt wurde, stoppte der Planungsausschuss jetzt erst einmal die entsprechenden Bebauungsplan-Änderungen der Bereiche "Stockweg/Umgehungsstraße" und "Bogenstraße".

Ende Oktober waren alle 29 Grundstückseigentümer von der Verwaltung um eine Stellungnahme gebeten worden. Das Ergebnis war niederschmetternd: bei den 16 Rückläufen hatte nur drei Eigentümer ihr Interesse an einer Lärmschutzmaßnahme geäußert. Einige Eigentümer hatten bereits selbst für einen Lärmschutz gesorgt oder lehnten weitere Kosten ab, zumal sie beim Erwerb des Grundstücks einen Lärmschutzwall mitfinanziert hätten. Den im Laufe der Zeit zugenommenen Verkehr hätten sie daher nicht zu verantworten.

Der Planungsausschuss musste sich ob des Widerspruchs erst einmal von der "großen Lösung" verabschieden und tendierte dafür, den drei jeweils in verschiedenen Bereichen wohnenden Grundstückseigentümern die Errichtung einer etwa vier Meter hohen Lärmschutzwand mittels Pflanzringe zu erlauben. Allerdings sollte zum einen eine gutachterliche Stellungnahme abgegeben werden, ob bei der dann lückenhaften Absicherung ein Schallschutz überhaupt noch gegeben ist. Und zum anderen müssten jeweils die Einverständniserklärungen der unmittelbaren Nachbarn vorliegen. Horst von Brechan (CDU): "Wir brauchen eine Rechtssicherheit und wollen nicht von klagenden Nachbarn überrascht werden."

"Wir doktern da schon seit 1975 rum, städtebaulich ist das doch heute schon eine Katastrophe", meinte Hermann-Josef Manten (FDP) und votierte für die kleine Lösung mit den drei Eigentümern. Johannes Funck (SPD) konnte sich vorstellen, dass dann andere nachziehen, wenn die Drei mit den Bauten beginnen. Die Verwaltung wird jetzt weitere Gespräche mit den Anwohnern und Nachbarn führen und auch die Notwendigkeit eines schalltechnischen Gutachtens prüfen. Im April soll die unendliche Geschichte im Planungsausschuss weiter gehen.

Quelle: RP

 
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