Willich: Lise-Meitner-Gymnasium und Robert-Schuhman-Gesamtschule
zuletzt aktualisiert: 14.02.2011 - 15:13Was bieten weiterführende Schulen? Die Rheinische Post stellt vor den Anmeldezeiten alle im Ostkreis Viersen in Porträts vor. Heute das Lise-Meitner-Gymnasium und die Robert-Schuman-Gesamtschule, beide in Willich.
Lise-Meintner-Gymnasium
Schüler: 1012, Lehrer: 65 plus zehn Referendare, Schulträger: Stadt Willich; Adresse: Hausbroicher Straße 40, 47877 Willich-Anrath, Telefon 02156 480490, Internet: lise-meitner-gym.de; Anmeldezeiten: Mittwoch, 9. März 9 bis 13.30 und 15 bis 19 Uhr, Donnerstag, 10. und Freitag, 11. März 9 bis 13 Uhr.
Rober-Schuhman-Gesamtschule
Lehrer: 74, Schulträger: Stadt Willich, Adresse: Kantstraße 2, 47877 Willich, Telefon 02154 9258-10 oder -200, Internet: www.rsg-willich.de; Anmeldezeiten: Montag, 14. Februar für Schule Willicher Heide, Dienstag, 15. Februar für Hubertusschule und Astrid-Lindgren-Schule, Mittwoch, 16. Februar für Schule im Mühlenfeld und Albert-Schweitzer-Schule, Donnerstag, 17. Februar für Schule Wekeln und Gottfried-Kricker-Schule, Freitag, 18. Februar für Vynhovenschule und Kolpingschule (je 14.30 bis 18 Uhr), Samstag, 19. Februar Sondertermin für jene, die zuvor nicht konnten.
Mit dem Lise-Meitner-Gymnasium in Willich kann man etwas von der Welt sehen: Im Rahmen des von den deutschen und amerikanischen Außenministerien gesponserten „German American Partnership Program“ (GAPP) bietet das Lise-Meitner einen Schüleraustausch mit der Riley High School in South Bend (Bundesstaat Indiana, USA) an. Die zweite „große“ Auswärtstour ist die „Moskau-Fahrt“ von Schülern, die am Russischunterricht ab Klasse 8 teilgenommen haben. Weitere Fremdsprachen sind Englisch, Latein, Griechisch, Französisch und Spanisch, in Arbeitsgemeinschaften (AG’s) kommen noch Niederländisch, Chinesisch und Italienisch hinzu.
Das AG-Angebot ist ohnehin breit gefächert: Im sportlichen Bereich schlägt sich das etwa in Badminton, Segeln und Schüler-Lehrer-Sport nieder, im musisch-künstlerischen Bereich in Tanz, Musik und Theater. Hier gibt es einen Schüler-Lehrer-Chor, Begleitbands oder Event-Planungen. Naturwissenschaftliche AG’s sind unter anderem Astronomie und „Jugend forscht“ – ein Projekt, das der Schule bereits einige Preise auf lokaler bis hin zu Bundesebene eingebracht hat.
„Ein weiterer wichtiger Bereich ist das Engagement für andere“, sagt Schulleiterin Astrid Kampmann und nennt die „Schoolpeace-AG“ als Beispiel: Hier sind die Schüler als Streitschlichter, Bus- oder Klassenpaten ausgebildet. Die EfA (Engagement für Andere)-AG wolle in jedem Schuljahr ein soziales Projekt unterstützen, berichtet Kampmann, zudem arbeiten 35 Schüler ehrenamtlich in Kindergärten, Altenheimen und Vereinen.
Neben den AG’s gibt es natürlich den regulären Unterricht. „Besonderen Wert legen wir auf schülerzentrierte offene Unterrichtsformen zur Förderung der Lernkompetenz, Freiarbeit und Projektarbeit“, fasst Kampmann zusammen. „In den Klassen 5 bis 7.1 ist die Freiarbeit ein eigenständiges Fach. Hier wählen die Kinder die Aufgabe, die sie bearbeiten wollen, selbstständig aus und lösen sie allein, mit einem Partner oder in einer Gruppe. Damit wollen wir erreichen, dass die Kinder selbstständig ihr Lernen in die Hand nehmen und Verantwortung für ihre Ergebnisse übernehmen.“
Die Freiarbeit mündet später in Projektarbeit. Kampmann: „Ein besonderes Beispiel für projektorientierte Arbeit ist das Junior-Projekt in der nennten Jahrgangsstufe. Die Schüler gründen eine Schülerfirma, entwickeln eine Geschäftsidee, stellen ein Produkt her, und so weiter. Auf der Junior-Messe, die einmal im Schuljahr überregional stattfindet, präsentieren sie ihre Firma auf einem eigenen Stand.“ Mit dem Lise-Meitner-Gymnasium kann man also nicht nur etwas von der Welt sehen, sondern auch etwas für das Leben in ihr lernen.
Die Robert-Schuman-Gesamtschule (RSG) wird als Ganztagsschule geführt: Montags, mittwochs und donnerstags endet der Unterricht um 15.55 Uhr. Hier können alle Abschlüsse der Sekundarstufe I erreicht werden, die auch an der Haupt- und Realschule oder am Gymnasium erworben werden können. Die Schule arbeite „mit Kindern und Jugendlichen aller Leistungsstärken“ und halte „Laufbahnentscheidungen möglichst lange offen“, nennt die RSG als Ziel. Für das soziale Engagement gab es im Jahr 2008 das Gütesiegel für Individuelle Förderung, zum anderen wurde die Gesamtschule aufgrund ihrer Sprachenvielfalt zur Europaschule ernannt.
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