Stadt Willich: Namensänderung ist vom Tisch
VON CHRISTIAN HEIDRICH - zuletzt aktualisiert: 22.02.2012Stadt Willich (RP). Gegen eine Namensänderung jeglicher Art der Stadt Willich hat sich einstimmig die CDU-Fraktion im Rat der Stadt ausgesprochen. Entsprechende Anträge – darunter ist auch einer des Festspielvereins – sind damit chancenlos.
Die Stadt Willich bleibt was sie ist. Sie wird in Zukunft weder "Festspielstadt Willich" noch "Sport- und Kulturstadt Willich" heißen. Davon ist nach einem entsprechenden einstimmigem Votum der CDU-Fraktion der Stadt Willich bei ihrer jüngsten Sitzung auszugehen.. Zu dieser Sitzung, zu der die Fraktion gestern vor einer Woche zusammenkam, hatte sie auch den Vorsitzenden des Festspielvereins, Hans Kothen, eingeladen. Der hatte den Antrag des Festspielvereins, die Stadt in "Festspielstadt Willich" umzubenennen, noch einmal begründet.
Mit dem Votum der CDU-Fraktion ist eine Änderung des Stadtnamens endgültig vom Tisch. Denn die CDU-Fraktion hat im Rat die absolute Mehrheit. Die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Dreiviertelmehrheit für eine Änderung des Stadtnamens zu erreichen, ist damit ausgeschlossen. Unabhängig davon hatten zuvor die anderen Fraktionen signalisiert, eine Änderung des Stadtnamens zumindest nicht mehrheitlich mittragen zu wollen.
CDU: Kein Votum gegen Festspiele
Die CDU-Fraktion spricht sich gegen jegliche Namensänderung aus. Den Namen Stadt Willich gebe es erst seit 1970. Eine Änderung des Stadtnamens sei daher aus historischer Sicht schon nicht sinnvoll, sagte Unionsfraktionschef Prof. Dr. Siegfried Kirsch. Chancenlos dürfte damit auch ein Antrag der SPD sein. Die hatte beantragt, bei einer Änderung des Stadtnamens den Bürgern die Möglichkeit zu geben, Vorschläge einzureichen.
Als Votum gegen die Schlossfestspiele und gegen die Arbeit des Festspielvereins will die CDU ihre Entscheidung nicht verstanden wissen. Ganz im Gegenteil: In der Politik gebe es eine breite Mehrheit für die Festspiele, sagte Kirsch. Die Unionsfraktion habe sich bei ihrer jüngsten Sitzung gar für eine Verstärkung der Werbemaßnahmen für die Schlossfestspiele ausgesprochen. "Um die Willicher Bürger für die Festspiele zu begeistern müssen wir alle an der Verbesserung des Image arbeiten. Dies kann neben einer möglichen Änderung der bestehenden Schilder oder weiterer Neuaufstellungen von Schildern, auch durch Mund zu Mund-Propaganda bestehen", sagte Kirsch weiter.
Kirsch könnte sich vorstellen, dass die roten Schilder, die an Ortseingängen anlässlich des Jubiläums 25 Jahre Schlossfestspiele Neersen aufgestellt worden sind, weiter entwickelt werden. Auch weitere Standorte für diese Schilder, die nicht an Kreis- oder Landstraßen, sondern nur an städtischen Straßen aufgestellt werden dürften, könnten gesucht werden. Zudem hat die Fraktion die Stadtverwaltung aufgefordert, sich um die Aufstellung von Touristischen Hinweisschildern mit einem entsprechenden Piktogramm des Festspiele an den Autobahnen A 52 und A 44 zu kümmern. Kostengründe hätten für die Fraktion bei ihrer Entscheidung gegen eine Änderung des Stadtnamens ganz hinten an gestanden, sagte Kirsch.
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