Stadt Willich: "Raum der Begegnung" bleibt
VON NADJA JOPPEN - zuletzt aktualisiert: 16.02.2012Stadt Willich (RP). Die Pilotphase war so erfolgreich, dass er jetzt eine Dauereinrichtung wird: Auf dem Willicher Friedhof wird ein "Raum der Begegnung" entstehen. Dafür hat sich der der Ausschuss für Abgaben und Satzungen ausgesprochen.
Das Friedhofscafé "Raum der Begegnung" auf dem Willicher Friedhof wird zu einem dauerhaften Projekt umgewandelt. Der Ausschuss für Abgaben, Gebühren und Satzungen genehmigte einstimmig einen entsprechenden Antrag der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Willich. Die Politiker waren sich einig, dass das Projekt eine gute Sache sei.
Die GdG hatte diese Form der Trauerbegleitung von Juli bis Oktober 2011 direkt auf dem Friedhof erprobt. Dafür war ein großes Zelt aufgestellt wortden. Mitglieder des Pastoralteams standen für die Trauernden als Gesprächspartner zur Verfügung. Dazu gab es die Möglichkeit, in dem nicht-kommerziell ausgerichteten Trauercafé eine Tasse Kaffee, Tee oder ein Glas Wasser zu trinken.
Der Standtort
Die Container können wegen der dort stehenden Bäume nicht am bisherigen Zeltstandort aufgebaut werden. Stattdessen sollen sie auf einer nicht genutzten Rasenfläche im rückwärtigen Bereich der Trauerhalle aufgestellt werden.
Die Gemeinde St. Katharina trägt die Bau- und Einrichtungskosten, außerdem bezahlt sie den Strom für das Café.
Dieses Pilotprojekt "konnte überaus erfolgreich abgeschlossen werden", schrieb der GdG-Leiter Pfarrer Jürgen Lenzen in einem Bürgerantrag vom Januar dieses Jahres. Darin beantragte die GdG die dauerhafte Einrichtung dieses Raums. Die absoluten Zahlen am Ende des Pilotprojektes hätten ihre e kühnsten Erwartungen übertroffen.
Sie hätten 291 Besucher und 89 Gesprächswünsche verzeichnet, resümierten die Vertantwortlichen aus der GdG. Nach ihren Angaben wurden als Gesprächswünsche ausdrücklich nur jene Gespräche gewertet, in denen Menschen mit den Helfern vor Ort intensiv über ihre Trauer, Einsamkeit und existenzielle Nöte gesprochen hätten.
Die Stadt Willich hatte der GdG bei der Genehmigung des Pilotprojektes schon signalisiert, dass sie die Zeltlösung nur für die Politphase genehmigen könne. Daher soll es jetzt eine "feste Version" geben.
Zwei Container, die insgesamt einen 30 Quadratmeter großen Raum ergeben, sollen aufgestellt werden. Es seien keine Baucontainer, sondern eine hochwertige Version. "Die Vorderseite und beide Seiten werden aus Sicherheitsglasund lediglich die Rückseite wird aus Metall bestehen", beschrieb Pfarrer Lenzen die Container für die GdG in dem Antrag. Die Kosten für die Vorbereitung und das Aufstellen der mobilen Räume und die laufenden Kosten trägt die Gemeinde St. Katharina.
Im Vergleich zum Projektbeginn hat sich die Beteiligung an dem Projekt verändert. Die evangelische Emmaus-Gemeinde ist ausgestiegen, es beteiligen sich jetzt die Kolpingsfamilie, der Caritaskreis und die Frauengemeinschaft St. Katharina. Die Verwaltung habe bei der evangelischen Gemeinde nach den Gründen für deren Rückzug nachgefragt, berichtete der zuständige Geschäftsbereichsleiter Andreas Hans. Ihm sei in einem Brief mitgeteilt worden, dass die Gemeinde ein anderes Konzept in der Trauerbegleitung wähle und sich finanziell nicht in der Lage sehe, sich an dem "Raum der Begegnung" zu beteiligen. Frage des Tages
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