Tönisvorst: Tönisvorster Grüne: "Zehn Prozent plus x"
VON WILLI SCHÖFER - zuletzt aktualisiert: 02.02.2009Tönisvorst (RPO). "Zehn Prozent plus x". Das ist das Ziel des Tönisvorster Ortsverbandes von Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl. 2004 hatten die Grünen 8,5 Prozent und damit vier Ratsmandate geholt. Jetzt traf sich der Ortsverband zur Kandidatenaufstellung. Ein eigener Bürgermeister- und Landratskandidat soll nicht aufgestellt werden. Vielmehr will der von Jürgen Cox und Elisabeth Schwarz angeführte Ortsverband in den nächsten Wochen entscheiden, welcher Kandidat unterstützt wird.
Zuversichtlich gehen Bündnis 90/Die Grünen in das Wahljahr. Ende vergangenen Jahres war es noch zum Eklat gekommen. Unüberbrückbare Differenzen zwischen Fraktion und Partei führten dazu, dass sich die vier Ratsmitglieder trennten und ihr Mandat unter der neuen Fraktion GUT zu Ende führen werden. Ein Streitpunkt waren die Finanzen. Denn der Ortsverband verfügt mit derzeit rund 2700 Euro über ein sehr geringes Polster, um die Wahlkämpfe optimal durchzuführen.
"Wir konzentrieren uns auf das, was der Bürger will", kündigte Jürgen Cox eine stärkere Beteiligung der Vereine und Umweltverbände bei wichtigen kommunalpolitischen Aufgaben an. Dazu zählte er unter anderem das Wohnen im Alter, eine bessere Infrastruktur und Personenbeförderung sowie eine modernere Bücherei. Die Grünen fordern zudem keine neuen Gewerbeflächen, sondern eine effiziente Nutzung der bestehenden Gebiete. Und was politisch noch wichtig sei: "Dass auf Kreisebene die CDU-Mehrheit abgelöst wird."
"Wir haben viel Arbeit vor der Brust, packen wir es an", freute sich Cox über die Einmütigkeit bei den Entscheidungen. Er führt auch die Reserveliste von Bündnis 90/Die Grünen an, ihm folgen: Tanja Junkermann, Bärbel Esch, Kurt Wittmann, Elisabeth Schwarz und Gerald Jäger. Für den Kreistag schlägt der Tönisvorster Ortsverband Susanne Steeg, Michael Schwarzer und Jürgen Cox vor.
Der Ortsverband peäsentiert sich künftig auf einer neuen Internetseite unter www.gruene-ov-toenisvorst.de. Damit zur Durchführung der Wahlkämpfe etwas mehr Geld in die Kasse kommt, beschloss die Mitgliederversammlung einstimmig, dass jeder Kandidat einen "angemessenen Anteil" dem Ortsverband spenden soll.
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