Stadt Willich: Viel Interesse an Betriebs-Kita
VON NADIA JOPPEN - zuletzt aktualisiert: 21.01.2012Stadt Willich (RP). Wie könnte ein Betriebskindergarten in Willich-Münchheide realisiert werden und welchen Bedarf haben die Unternehmen? Das war Thema eines Informations-Frühstücks, zu dem die Stadt Willich gestern eingeladen hatte.
Eines kristallisierte sich schnell heraus: Viele Mitarbeiter der Unternehmen in Willich kommen aus den umliegenden Städten. Sie suchen einen Kindergartenplatz in der Nähe ihres Arbeitsplatzes. Wenn daher ein Betriebskindergarten in Münchheide eröffnet werden sollte, sollten ausreichend Plätze für Kinder mit diesem Hintergrund zur Verfügung stehen.
Steve Endberg, Leiter Personalwesen, und Maike Kingen, Marketing, bei Alimex, erläuterten, dass ihre Mitarbeiterinnen aus Essen, Moers oder Duisburg nach Willich einpendeln. "Die Nähe des Kindergartens zum Arbeitsplatz ist unheimlich attraktiv", sagte Klingen. Wenn etwa ein Kind krank werde, sei es einfach mal kurz nach dem Rechten zu schauen. Ähnlich äußerte sich eine Vertreterin aus einem Betrieb mit rund 140 Mitarbeitern.
Was noch wichtig ist
Öffnungszeiten Grundsätzlich soll der Betriebskindergarten von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet sein, aber es soll auch eine Betreuung in den Randzeiten (z.B. bis 18 Uhr) geben.
So geht es weiter Die nächste Info-Veranstaltung am 9. Februar beginnt um 18 Uhr im Technischen Rathaus in Neersen.
Infos gibt es bei der Projektstelle, Tel. 02154 813886; Mail: info@projektstelle.de
Gestern Morgen hatte die Stadt Willich zu einem Info-Frühstück zu dem Projekt "Glückskinder Willich" – ein Betriebskindergarten am Frienendorfweg – eingeladen. Rund 20 Gäste aus unterschiedlichen Firmen kamen – neben den Alimex-Vertretern auch Ernst Breinig, Geschäftsführer des Unternehmens Saint-Gobain Performance Plastics Pampus in Schiefbahn oder Diana Gedeon vom Autohaus Xaver Schmid.
Alexandra Schubring-Braun und Nicole Düser von der "Projektstelle" erläuterten das Konzept, das sie mit der Stadt umsetzen möchten. Der Kern: Firmen können Plätze für die Kinder ihrer Mitarbeiter buchen und beteiligen sich an der Finanzierung dieser Plätze. Dabei ist das Willicher Modell dank der Beteiligung der Stadt im Vergleich zu anderen sehr günstig – ein Unternehmen müsste lediglich ab 200 Euro pro Kind und Monat zahlen – je nach Stundenzahl und eventueller Betreuung in den Randzeiten steigt der Betrag. Trotzdem lägen die Kosten bei anderen Modellen deutlich höher, betonte Nicole Düser von "Projektstelle".
Das Prinzip an sich kam bei den mehr als 20 Zuhörern an, denn das Angebot der Beteiligung an der Kinderbetreuung sei für die Firmen ein interessanter Pluspunkt, um künftig Fachkräfte zu gewinnen, sagte Kingen. "Gut ausgebildete Frauen suchen sich ihre Arbeitgeber aus." Der häufigste Grund für die Beantragung einer Teilzeitstelle sei in ihrem Unternehmen immer die Problematik der Kinderbetreuung. Andere Fragen lauteten, ob es möglich sei, im Falle einer Einstellung im Verlauf eines Kindergartenjahres noch einen Platz zu bekommen. Einige wollten wissen, ob der Kindergarten bilingual sein werde.
Michael Süßbeck von der Stadt Willich erklärte, solche Detailfragen sollten in Abstimmung mit den Unternehmern in den nächsten Wochen geklärt werden. Derzeit will die Stadt erst einmal grundsätzlich den Bedarf der Unternehmer erfassen. Frage des Tages
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