Stadt Willich: VMC-Hausfrauennachmittag kommt gut an
zuletzt aktualisiert: 26.01.2012Stadt Willich (RP). Für jeden war beim ersten der insgesamt drei karnevalistischen Hausfrauen-Nachmittage des Vereinigten Männerchores (VMC) 1820 Willich etwas dabei. Viele jecke und kölsche Tön und beste Stimmung schon bei der Premiere.
Die 450 teilweise kostümierten Frauen erlebten im voll besetzten Kaisersaal Bauch- und Büttredner, akrobatische Einlagen der verschiedenen Garden und eine gut aufgelegte Stadtprinzessin Andrea alias Hasi I.. Heute folgt die letzte Aufführung.
Wie es sich seit vielen Jahren gehört, durfte auch das VMC-Männerballett nicht fehlen. Die acht bärtigen Ballerinen kamen zunächst zu Melodien aus "Sister act" als züchtige Nonnen auf die Bühne, ehe sie bei ihrem stürmisch gefeierten Strip im weißen Marilyn Monroe-Outfit da standen.
Himmlisch jeck und irdisch witzig war bereits kurz zuvor "Engel Hettwich". Die Jumbo-Ausgabe unter den Engeln hatte ehrenamtlich den Türsteher-Dienst an der Himmelspforte übernommen. "Es kommt noch kaum jemand, der mir gefällt, bis auf Johannes Heesters...", kalauerte Hedwig Sieberichs. Auch der weibliche Elferrat mit seiner langjährigen Präsidentin Sandra Stock-Nelke (42) hatte seinen Spaß. "Ich muss nur noch kurz die Welt retten...", sangen Roland Jansen und Carsten Forg. Das Duo "Et Zweigestirn" bezog den Song von Tim Bendzko auf die Arbeit der Bundeskanzlerin. Aber auch über die Rating-Agenturen, Außenminister Guido Westerwelle ("Der strahlt in der ganzen Welt, egal, wie tief er fällt...") oder den Bundespräsidenten ("Schaffe, schaffe, Häusle baue") wurde hergezogen.
Dass der beliebte Willicher Chor gerade auch in der Karnevalszeit für viele Interpreten zu einer guten Adresse geworden ist, bewiesen bei ihrer akrobatischen Show die "Kölner Rheinveilchen". Die Willicher Prinzengarde legte sich ebenso rhythmisch und flott ins Zeug.
Als "Knallkopp" machte Dieter Röder seinem Namen alle Ehre. Ein Beispiel: Die Sorge seiner Ehefrau: "Dein Trinken macht mir Sorgen, geh doch mal zu den Anonymen Alkoholikern." Worauf dem "Knallkopp" nur einfiel: "Ich trinke doch nicht mit Leuten, die ich überhaupt nicht kenne..."
Zum Schluss der ersten Runde der drei Hausfrauennachmittage hatte sie ein groß gefeiertes Heimspiel: die Band "Hervshahne & Schäng", die sich mit ihren Kölschen Tön in die Herzen der vielen Zuhörerinnen spielte und sang.
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