Tönisvorst: Winterdienst neu konzipieren
zuletzt aktualisiert: 07.02.2009Tönisvorst (RPO). Der überraschend starke Schneefall Anfang Januar beschäftigte den Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss (BVU) der Stadt Tönisvorst. Anlass war eine Anfrage der Gemeinschaft Unabhängiger Tönisvorster (GUT), wie die Verwaltung zu dem Vorwurf stehe, dass der Winterdienst schlecht funktioniert habe. Ordnungsamtsleiter Wolfgang Schouten verteidigte die Stadt: "Der Räumdienst hat das Machbare getan. Es war nicht schlechter als in anderen Kommunen", meinte er. Er wies darauf hin, dass die Politiker vor Jahren im Rat beschlossen hätten, keinen eigenen Winterdienst für die Stadt mehr vorzuhalten.
Es gibt einen Abrufvertrag mit einer Firma aus Kempen, um bei massiven Schneefällen doch handeln zu können. "Was man hätte besser machen können, wäre den Einsatz früher zu beginnen", räumte er ein. Bürgermeister Albert Schwarz sagte, dass das gesamte Thema Winterdienst noch einmal auf die Tagesordnung des BVU kommen werde. Sollte der alte Beschluss bestätigt werden, werde es die bisherige Lösung auch nicht mehr geben können. Eine Ausfahrt des beauftragten Winterdienstes kostet die Stadt 8000 Euro.
Der Ausschussvorsitzende Hans Lücker wies die GUT darauf hin, dass die Verwaltung auf Grund der Anfrage ein neues Konzept für den Winterdienst erarbeiten müsse. Auf die Nachfrage von GUT-Vertreter Harald Gerland, wie sich denn die Eigentümer der Häuser an der Hochstraße verhalten und ob sie rechtzeitig ihrer Räum- und Streupflicht nachgekommen seien, reagierte Schouten dankbar: "Wir haben Probleme, die Leute zu motivieren zu räumen, weil die Kommune keinen Winterdienst hat. Man steht da ein bisschen dumm da."
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