Tönisvorst: Zeigen, wo es lang geht
VON THEA ELBERTZ - zuletzt aktualisiert: 06.02.2010Tönisvorst (RPO). Die Stadt Tönisvorst hat jetzt auch ihre eigene Hotelroute. Nach dem Vorbild der Kempener Route wurde sie entwickelt. Gestern stellten die Hoteliers und die Stadt ihre neueste Errungenschaft vor.
Die Idee kam im Frühjahr letzten Jahres im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Gebäudemanagement und Liegenschaften auf. Die Verwaltung griff den Gedanken auf, kontaktierte die ortsansässigen Hoteliers, die der Idee grundsätzlich positiv gegenüberstanden. Sie haben häufig Gäste, die darüber klagen, ihre Hotels oder Ferienwohnungen nur schwer gefunden zu haben.
Optimale Route austüfteln
Blieb die Frage nach dem Kostenpunkt und der richtigen Route, berichtet Stadtpressesprecherin Catharina Perchthaler von zu überwindenden Problemen. Schließlich sollen die Autofahrer sinnvoll durch die Stadt zu ihren Zielen gelotst werden. Die Schilder müssen also an optimalen Stellen angebracht werden, dürfen nicht von Lkw abrasiert werden. Und auch der Landesbetrieb Straßen NRW war in Bezug auf die Beschilderung an Kreisstraßen anzuhören. Um die optimale Route und Beschilderung auszutüfteln, machte sich zum Beispiel Petra Zachau-Janßen selber zu Fuß auf den Weg, Sie hat als Inhaberin des Mertenshofs mitten im Stadtzentrum aber auch eine besonders versteckt liegende Herberge. "Das Navi hört am Alten Markt auf, danach fahren die Gäste nur noch im Kreis", erzählt sie.
Zahlen
Betten Insgesamt bieten Hotels und Ferienwohnungen 134 Betten in der Stadt Tönisvorst.
Schilder Aufgestellt werden insgesamt 38 Schilder in drei verschiedenen Größen.
Kosten Rund 5700 Euro sind im städtischen Haushalt für die Einrichtung der Hotelroute eingestellt. Die Materialkosten liegen bei zirka 2300 Euro, die Aufstellung wird voraussichtlich um die 3000 Euro kosten.
Auch Doris Scherz vom Gastzimmer Kronenstraße, Marija Slowick von Haus Vorst und Vlado Vukovic vom Gasthof zur Linde sowie dem Hotel-Garni Bayernstube haben sich mit der besten Ausschilderung befasst. Vukovic allerdings nur mit dem Finger auf dem Stadtplan, wie er einräumt.
Um die Kosten, die von den Hoteliers getragen werden, möglichst gering zu halten, wollte man zunächst ausrangierte Verkehrsschilder (Einbahnstraße und Tempo 30) umrüsten. Das machte aber keinen Sinn, so Perchthaler. Neue Schilder waren mit rund 2500 Euro günstiger. Inklusive Aufstellung kostet die Maßnahme nun rund 5700 Euro. Die Hoteliers erhoffen sich von den Schildern, die wegen der Witterung derzeit noch nicht an ihrer Planstelle stehen, dass die Gäste künftig ihr Ziel, einfach und schnell finden werden. "Die Schilder sind schön grün und von weitem zu sehen", urteilt Doris Scherz. Bei den Übernachtungsgästen in Tönisvorst handelt es sich meist um Geschäftsleute und Monteure. Touristen kommen schon mal am Wochenende. Sogar aus Hamburg, Berlin und Stuttgart reisen Leute an. Ihr Ziel: In Roermond shoppen gehen.
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