Voerde (RP) Als sie aus ihrem Tourbus stiegen, wurden die Young Americans frenetisch von den Jungen und Mädchen der Realschule Voerde begrüßt und willkommen geheißen. Mit viel Power und Energie stürzten sich alle in Musik-, Tanz- und Schauspielworkshops.
Die Workshop-Arbeit der Young Americans und der Realschüler begann gestern. Am Mittwoch wir das Erlernte dann in einer Abschluss-Show vor Publikum präsentiert. RP-Foto: Jörg kazur
Die Aufregung war groß, als um 10 Uhr der Tourbus der Young Americans auf dem Platz vor der Sporthalle der Realschule Voerde (RSV) hielt. Aber nicht nur auf Seiten der Schüler war die Spannung deutlich spürbar. Als die Besucher aus den USA mit viel Elan und guter Laune aus dem Bus stiegen und die Halle betraten, war in ihren Gesichtern die freudige Verwunderung über den stürmischen Applaus abzulesen.
Die Energie zwischen den Realschülern und den Tänzern, Sängern und Schauspielern entwickelte sich sofort. Mit einem Welcome-Programm für die Young Americans mit Präsentationen von Chor, Tanz- und Boomwhackersgruppen drückte die RSV die Vorfreude auf die dreitägigen Workshops aus und zeigte, dass die Young Americans bei den Realschülern auf vorhandenes Talent aufbauen und Fähigkeiten nutzen können.
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Boomwhackers
Boomwhackers sind gestimmte Percussionröhren. Der Begriff setzt sich zusmmen aus "Boom" für den erzeugten Ton und "Whack" für das englische Wort "schlagen". Durch das Aneinanderschlagen zweier Stäbe oder das tänzerische Schlagen gegen Arme und Beine entstehen rhythmische Klänge.
Die amerikanischen Gäste, die sich sofort zu den Schülern auf die Tribüne setzten, gingen bei jedem Lied mit. "Es ist unglaublich. Das ist das erste Mal, dass sich uns eine Schule mit einer so tollen Show vorstellt", erklärte Tara Smart von den Young Americans. "Wir freuen uns alle sehr darauf, mit den Schülern zu arbeiten."
Der Auftakt war perfekt und die Vorfreude noch weiter gestärkt, um am Nachmittag mit dem ersten Workshop zu starten. Mit Gesang und Tanz stellten sich die Young Americans bei den Realschülern vor. Erst noch zögerlich gesellten sich die Voerder in die Mitte der Halle, doch die Freude der Gäste steckte schnell an und nahm die Scheu.
Die laute Musik und die den Boden beben lassenden Bässe verleiteten jeden in der Sporthalle zum Tanzen oder wenigstens zum Wippen im Takt. Die bunte Gruppe der Young Americans erinnerte an eine Horde Kindergartenkinder – alle lachten, jubelten und sprangen umher. Und sie fragten: "Do you like to be crazy?!" Ja, die Voerder Schülerinnen und Schüler waren gerne verrückt und bereit, Spaß zu haben.
In Windeseile in Gruppen eingeteilt, lernten die Realschüler innerhalb von 15 Minuten den ersten Teil einer Choreographie. "Es macht viel Spaß und es ist lustig, dass die Young Americans genauso verrückt sind, wie wir", so die 13-jährige Janina Horstkamp. Schon nach den ersten Augenblicken war die Kraft, die die Young Americans und die Schüler freisetzten unglaublich.
Die Choreographie, die dann rund 400 Leute gemeinsam tanzten, ließ die Wände der Sporthalle wackeln. Von allen Seiten war lautes Stampfen, Klatschen und Rufen zu hören. Dabei wurde das Prinzip der Gäste deutlich: "Wir wollen keine Lehrer-Schüler-Beziehung. Wir sind eure Freunde und wollen mit euch Spaß haben." Bis abends um 20 Uhr arbeiteten die 47 Sänger, Tänzer und Schauspieler mit den rund 350 Schülern in Gruppen.
Quelle: RP