Duisburg (RP) Arbeitslose in Duisburg qualifizieren – und dann zu einem Arbeitsplatz entlassen, der weit weg liegen könnte von Duisburg – eine Idee von Planungsdezernent Jürgen Dressler. Norbert Maul, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für die Grundsicherung für Arbeitssuchende in Duisburg (ARGE), sieht diesen Gedanken des Planungsdezernenten als „gar nicht so ungewöhnlich“. Grundsätzlich glaubt Maul an die Zukunft des Standortes Duisburg und verweist auch darauf, dass die geburtenschwachen Jahrgänge in den nächsten Jahren auf den Arbeitsmarkt treffen werden. Zudem gebe es „deutliche Pensionswellen“. Beides werde Duisburg erleben. Arbeitslose seien ohnehin verpflichtet, auch außerhalb des eigenen Wohnortes Arbeitsstellen anzunehmen. Wichtig sei für eine Stadt, mit den Fernpendlern oder jenen, die aus beruflichen Gründen von Duisburg wegziehen müssen, Kontakt zu halten. Damit sie wiederkommen, wenn sich die (berufliche) Möglichkeit bietet. Vor allem dürfe man nicht sagen „haut ab“ und so den Eindruck vermitteln, in Duisburg würden die Lichter ausgehen.
„Es ist doch gar nicht ungewöhnlich, dass hier in Duisburg jemand ausgebildet wird, von dem man weiß, dass er anschließend nicht hier arbeiten wird. Ich denke da an einen Schiffskoch oder an einen Fachmann einer bestimmten Schweißtechnik, der nur auswärts einen neuen Arbeitplatz finden würde. In bestimmten Fällen zahlen wir auch Familienheimfahrten für ein halbes Jahr oder sogar einen Umzug.“
Quelle: RP