Duisburg (RP) Die meisten Besucher des ersten Philharmonischen Konzerts in der neuen Mercator-Halle zeigten sich angetan bis begeistert vom neuen Konzertsaal. Allerdings fehlen noch Haltemöglichkeiten beim Aufgang in den steilen Rang.
Die Feuerprobe ist bestanden: Die meisten Besucher des Philharmonischen Konzerts äußert sich zufrieden über die neue Halle. Rp-foto: AnDreas PRobst
Altoberbürgermeister Josef Krings und seine Frau Claire, die sich beide vehement für den Erhalt der alten Mercator-Halle eingesetzt hatten, waren der Bitte von Oberbürgermeister Adolf Sauerland gefolgt und saßen am Mittwoch beim ersten Philharmoniekonzert in der neuen Mercator-Halle als Ehrengäste in der ersten Reihe. Das Ehepaar Krings wollte damit auch ein Zeichen der Versöhnung setzen und den längst entschiedenen Streit begraben. Das Publikum ehrte den Altoberbürgermeister mit langanhaltendem Beifall. Ansonsten bedankte sich Sauerland bei zwei Männern, die direkt für die Qualität des neuen Konzertsaals stehen: Zum einen nannte er den Innenarchitekten Götz Faubel-Gäb; zum anderen Professor Karlheinz Müller aus München, der für die Akustik der Halle verantwortlich ist. Und in der Tat: Man konnte schon beim Beifall des Publikums hören, dass die Akustik im neuen Konzertsaal viel besser als im Theater am Marientor ist. Im neuen Konzertsaal stimmt der Hall!
Ute Saalmann, Chefin des Kulturbüros, kümmerte sich bereits in der Konzertpause um die Abonnenten. Die konten sich zum Beispiel einen neuen Platz aussuchen, wenn sie mit dem zugewiesenen nicht einverstanden waren. Auch bestand natürlich die Möglichkeit, die Meinung zum neuen Konzertsaal zu äußern. „Die meisten sind vom neuen Konzertsaal begeistert und sagen es auch. Nur wenige haben etwas zu beanstanden“, sagte Ute Saalmann gegenüber der RP. Eine gewiss berechtige Klage war und ist das Fehlen von Haltemöglichkeiten beim Aufstieg in den steilen Rang. Besonders ältere Konzertbesucher fühlten sich verunsichert. Auch bei der Ausleuchtung einiger Treppen muss wohl noch nachgebessert werden.
Für Heiterkeit sorgte eine kleine Panne: Ein Blumenmädchen betrat zehn Minuten vor Ende des Tan-Dun-Werks mit einem Strauß in der Hand die Bühne und harrte dort tapfer aus. Als der letzte Takt verklungen war, stellte sich heraus, dass die Blumenüberbringerin auch noch auf der falschen Seite stand.
Quelle: RP