Duisburg (RP) Am 26. Oktober wird Deutschlands größtes muslimisches Gotteshaus eröffnet. NRW-Ministerpräsident Rüttgers spricht ein Grußwort. Die anschließende Festwoche soll eine „Begegnung der Kulturen“ ermöglichen.
Elif Saat, Vorsitzende des DITIB-Bildungs- und Begegnungszentrums und Mehmet Özay, Vorsitzender der Merkez-Moscheevereins, freuen sich schon auf den 26.Oktober. Dann wird die größte deutsche Moschee feierlich eröffnet. RP-Foto: Ralf Hohl
Drei Jahre ist eifrig gebaut worden, nun ist es soweit: Deutschlands größte Moschee an der Warbruckstraße in Marxloh ist fertig. Jetzt soll ausgiebig gefeiert werden: Ein großes Fest am Sonntag, 26. Oktober, bildet den Auftakt einer ganzen Feierwoche. Die Veranstalter erwarten als Ehrengäste an diesem Tag NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Landesbauminister Oliver Wittke (beide CDU). Um 13.30 Uhr geht das Programm los: Neben den beiden NRW-Politikern werden auch OB Adolf Sauerland, der katholische Bischof Dr. Felix Genn und der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, Grußworte sprechen. Die Streicher der Duisburger Philharmoniker werden mit Sami Savni Özer und Band ein gemeinsames Stück spielen. „Das soll den Gedanken der Begegnung der Kulturen unterstreichen“, sagt Zülfiye Kaykin, Geschäftsführerin der angeschlossenen Begegnungsstätte.
Am Montag und Dienstag, 27. und 28. Oktober, steht Bildung auf dem Programm. Geplant sind zwei Symposien zum Thema „Außerschulischer islamischer Religionsunterricht“. Dazu sitzen fünf Professoren aus der Türkei und zwei deutsche Professoren von den Unis in Münster und Osnabrück auf dem Podium. Der Mittwoch steht unter dem Motto „Duisburger Stadtkultur“. An diesem Tag tritt eine Duisburger Hip Hop-Gruppe auf, es gibt türkischen und afrikanischen Tanz. An allen Tagen besteht die Möglichkeit, die Moschee zu besichtigen und Fragen zu stellen.
Die DITIB-Moschee ist ein prächtiger Kuppelbau im traditionell osmanischen Stil . 40 mal 28 Meter beträgt die Grundfläche des Gebäudes Das Minarett ragt 34 Meter in die Höhe. Über einem Rechteck erhebt sich die zentrale, 23 Meter hohe Kuppel. Sie ist mit Kupfer bedeckt und umgeben von vier Halbkuppeln und zwei kleineren Kuppeln. Die Fassade ist aus hellem Betonstein. Im Inneren des Gebäudes befinden sich ein Restaurant, Seminarräume und ein Archiv.
Ein würdevoller Ort
Die Moschee liegt in einer Säulenhalle. Sie ist mit rotem Teppich ausgelegt. Die Wände sind mit Ornamenten bemalt und mit Keramikplatten gefliest. „Ein würdevoller Ort zum Beten“, sagt Mustafa Kücük, Sprecher der Gemeinde.
Der Merkez-Moschee angeschlossen ist die Begegnungsstätte, die alle Bürger ansprechen soll. Ziel ist die interreligiöse und interkulturelle Verständigung. Bereits im Jahr 2002 wurde dazu ein Beirat gegründet, der das Konzept der Begegnungstätte ausarbeitete. Ihm gehören die Bauherren von der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) sowie Vertreter von Stadt und den benachbarten katholischen und evangelischen Gemeinden an.
Quelle: RP