Duisburg (RP) Mountain-Biker sind hart im Nehmen. Den Beweis traten die Starter des 24-Stunden-Rennens im Landschaftspark-Nord an. Trotz widriger Witterungsverhältnisse lieferten sie Top-Leistungen ab.
Mountainbike-Rennen im Landschaftspark. Foto: RP, Probst
Der Matsch spritzt in alle Richtungen, die Pfützen wachsen zusehens und der Dreck auf Gesichtern, Rücken und Waden der Aktiven hat vor lauter Regen keine Zeit, sich zu verkrusten.
Das 24 Stunden-Mountainbike-Rennen im Landschaftspark-Nord wurde wenigstens am gestrigen Sonntag zu einer extrem patschigen Angelegenheit. Dennoch fühlten sich die Biker in ihrem Element und gingen rund um den alten Hochofen auf die Jagd nach neuen Rekorden.
„Es ist sehr schade, dass uns die Witterung ab 2 Uhr in der Nacht solche Bedingungen beschert hat, aber Mountainbiker können einiges vertragen“, so Veranstalter Stephan Salscheider, der mit seiner Crew kurzfristig auf den Regen reagieren musste. „Am Morgen wurde uns eine Abfahrt im Kurs durch den schmierigen Boden zu gefährlich, so dass wir die Passage streichen mussten“, so der Organisationschef.
Während die Fahrer ihre Kilometer am Samstag auch nach Einbruch der Dunkelheit noch wie die Uhrwerke abspulten, häuften sich im weiteren Verlauf der Nacht die Zwischenfälle. „Diverse Prellungen, ein paar Schlüsselbeinbrüche und ein gebrochenes Becken, nichts Wildes also“, so Salscheiders Bilanz, was die Meldungen aus der Krankenstation angeht und die Nehmerqualitäten der Mountain-Biker-Spezies verdeutlicht.
Aus der Reserve gelockt wurden die Veranstalter dann aber doch noch. In der Nacht wurde am Bergstück auf der Halde ein herrenloses Fahrrad gesichtet. Nach intensiver Suche nach dem Fahrer kehrte selbiger, sich keiner Verfehlung bewusst und kurz vor dem Alarmieren eines Hubschraubers durch die Ordnungskräfte, zu Fuß zu seinem Vehikel zurück.
„Sein Licht war ausgegangen, da ist er ins Fahrerlager spaziert und hat die Batterie gewechselt“, berichtet Salscheider mit gewissem Kopfschütteln.
Kelly fuhr hinterher
Der Promi im Feld hatte Pech: Joey Kelly (Kelly Family) war zum Hinterherfahren verdammt. Seine Partnerin Sunny Seecamp, mit der er als Zweierteam an den Start ging, stürzte unglücklich und musste ins Krankenhaus. Zwar stieg sie gestern trotz einer Prellung noch einmal aufs Rad, gab dann aber später komplett auf.
„Regen hin, Regen her, im nächsten Jahr sind wir wieder hier“, so Stephan Salscheider über die Zukunft des Rennens. Ab Oktober können sich die Biker für die kommende Auflage anmelden, und bereits jetzt rechnen die Veranstalter damit, dass das Starterfeld im Januar ausgebucht ist.
Quelle: RP