Duisburg (RP) Weil es keine Wegweiser gibt, finden Autofahrer kaum noch zum Friedhof und zu den Unternehmen hinter der L 473 n. Die Bushaltestelle ist nicht ausgeschildert, und Fußgänger müssen über die Ampel geradezu flüchten.
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Politiker wollen helfen
Zu der Versammlung hatten die Anwohner Politiker der Bezirksvertretung eingeladen. Diese signalisierten Verständnis für die Kritik.
Jetzt ist geplant, die Probleme den zuständigen Ausschüssen und Organisationen, etwa der Duisburger Verkehrsgesellschaft, vorzutragen. Nachdem diese Zeit zum Planen und Beraten hatten, soll es noch einmal zum Dialog mit den Bürgern kommen.
friemersheim Halbe Beerdigungsgesellschaften zerstreuen sich irregeleitet im Wohngebiet. Navigationsgeräte lotsen in die Sackgasse. Die Bushaltestelle "Zentralfriedhof" liegt am Ende der Hohenbudberger Straße, im Wendehammer direkt vor der Schallschutzwand der L 473 n. Wer da aussteigt, steht vor der Mauer und einem mit Brombeergestrüpp zugewucherten Stück Land; nur ein Friedhof ist nirgends zu erspähen. Ebenso wenig wie Schilder, die darauf hin deuten, wo er wohl sein könnte.
Wer den Weg kennt, kommt deshalb noch lange nicht gefahrlos an. Selbst, wer die neue Umgehungsstraße am Fußgängerüberweg zügigen Schrittes überqueren kann, muss fürchten, dass ihm Autos die Fersen abfahren, so kurz sind die Grünphasen an der Ampel geschaltet.
Gestern versammelten sich mehrere Dutzend Anwohner der Siedlung am Mühlenberg, um auf ihre Situation Aufmerksam zu machen. Sprecherin Margret Feltgen, Wirtin im Café Mühlenberg, fasste das Anliegen in milde Worte: "Den Zustand, der durch die neue Straße entstanden ist, finden die Leute hier nicht schön."
Liste fehlende Schilder erstellt
Vor allem Autofahrer finden kaum noch zu Café und Friedhof. "Unsere Adresse ist ,Kaldenhauser Straße 8'. Es gibt nirgendwo ein Schild, dass hier die Kaldenhauser Straße ist", erzählt Margret Feltgen. "Allerheiligen haben die meisten Leute ihre Autos auf der anderen Seite der L 473 n stehen gelassen und sind zu Fuß zum Friedhof gekommen."
Sofern sie wenigstens den Fußweg wussten. Für den Rückweg gilt dasselbe: Konsequenterweise gibt es auch vom Friedhof aus keine Wegweiser zur Bushaltestelle, die unsichtbar jenseits der Schallschutzmauer liegt. Zwei Anwohnerinnen hatten sich die Mühe gemacht, sämtliche Straßen anzufahren, an denen Hinweisschilder fehlten, und ihre Ergebnisse an das städtische Planungsamt gegeben.
Ältere Anwohner haben aber mit der fußgänger-unfreundlichen Ampelschaltung noch mehr zu kämpfen als mit verirrten Fremden.
Drei Mal an der Ampel stehen
Mit einem Rollator ist es nicht zu schaffen, die drei Fahrbahnen – nach Osten, nach Westen und eine Abbiegespur – in einer Grünphase zu passieren. "Ältere Leute stehen drei Mal an dieser Ampel", so Feltgen, "und sollte mal Grün sein, sausen die Laster da vorbei, dass sie fast fliegen gehen."
An der Bushaltestelle schließlich gebe es nur drei Sitzplätze – entschieden zu wenig. Und: "Wenn der Bus in dem Wendehammer hält, hält er nicht direkt am Bürgersteig." Stattdessen müssen die Fahrgäste eine tiefe Stufe herabsteigen und dann den Bürgersteig wieder hoch – für Gehbehinderte eine Zumutung.
Quelle: RP