(RP) Der neue Trainer Milan Sasic sieht eine Menge an Potenzial in der MSV-Mannschaft. Sonntag gegen den Tabellenletzten aus Ahlen wird er das Team erstmals betreuen.
Will aufsteigen: Milan Sasic Foto: Roland Leroi
Pünktlichkeit gehört dazu. Genau um 12.30 Uhr betrat der neue MSV-Trainer Milan Sasic an der Seite von Walter Hellmich ("ich bin happy") den Presseraum innerhalb der Arena, in dem ihm manches Mal in naher Zukunft ein Statement abverlangt werden wird zu einem hoffentlich erfolgreich bestrittenen Spiel. Das Ganze war eher eine unaufgeregte Szenerie, schließlich hatte der Name des Kroaten in den Medien schon seinen festen Platz als Neururer-Nachfolger, bevor er überhaupt vorgestellt wurde gestern unter breiter "Anteilnahme".
Kein Schleudersitz
Milan Sasic (51) wird am Sonntagmittag erstmals auf der Bank Platz nehmen, die für ihn kein Schleudersitz werden soll. "Ich will auch aufsteigen, jeder will das", meinte er auf die Frage, ob das Aufstiegsziel des Vereins realistisch sei. Ein Traditionsverein wie der MSV müsse ein solches Ziel vor Augen haben, meinte Sasic. Das haben wir doch schon einmal, fast genau vor einem Jahr, auch gehört?
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Ist Sasic der richtige Mann für Duisburg?
Egal, der Neue machte den Eindruck eines Mannes, der seinen Weg genau abgesteckt hat, der weiß, was er will. Klare Sprache, gutes Deutsch, kaum spektakuläre Gesten – Sasic ist sich der eigenen Kompetenz offenbar sicher. Sportdirektor Bruno Hübner kleidete es in Worte: Arbeit, Disziplin, Fitness, die Bereitschaft, alles für den Verein zu geben. Walter Hellmich nickte dazu. Der Verein habe keineswegs intensiv mit anderen Trainern verhandelt, sagte der Vorsitzende. Man habe schnell "und richtig" gehandelt. Das wird die Zukunft zeigen.
Wie die eigenen Kinder
Dass Sasic die Spieler hart anpackt, die nicht so recht mitziehen sollten, ist bekannt. Aber die, die mit ihm an einem Strick ziehen, behandelt er "wie die eigenen Kinder". Dass die finanziellen Mittel bescheiden sind, die dem MSV zur Verfügung stehen, das weiß Sasic. "Aber er kann viel aus einem Team herausholen", sagt Bruno Hübner, der den Trainer seit langem kennt und ihn vorgeschlagen hatte. Das in ihn gesetzte Vertrauen sei für ihn eine Verpflichtung, alles für den MSV zu geben, sagte Sasic, der gewiss daran gehen wird, die 18 bis jetzt kassierten Gegentore als Maßstab zu nehmen, für die Defensive einiges zu tun. "18 Gegentore sind zu viel", stellte er sachlich fest.
Die Fans wird freuen, wenn das in Erfüllung geht, worüber der neue Coach sogar ein Versprechen abgab: "Sie werden künftig zufrieden nach Hause gehen." Das kann schon am Sonntag der Fall sein, wenn es gegen den Tabellenletzten aus Ahlen gilt, eine in Koblenz gestartete Erfolgsserie fortzusetzen. Heute um 10 Uhr leitet Milan Sasic das Training erstmals. Ein kurzes Trainingslager kann nach Ahlen dazu dienen, die Spieler besser kennen zu lernen. Eine geschlossene Gemeinschaft mit ihnen will Sasic herstellen. Aber: Der Mann geht voran, das wurde bei seiner Vorstellung gestern mehr als nur deutlich.
Quelle: RP