Straelen (RP) Der Straelener Bauausschuss hat sich gestern auf eine Variante für den Neubau der Begegnungsstätte geeinigt. Ob und wie das Projekt finanziert werden kann, müssen die Haushaltsberatungen zeigen.
Mit vielen anderen im SV Herongen müssen sich die Volleyballer die Turnhalle teilen. RP-Archivfoto: G.S.
Der Straelener Bauausschuss hat sich gestern Abend über den Bau der Begegnungsstätte Herongen geeinigt. Sie soll auf dem Festplatz neu errichtet werden. Grundlage der Planung ist die abgespeckte Form der von den Geselligen Vereinen favorisierten Variante ohne Räume für die offene Jugendarbeit. Die soll, so der erklärte Wille der Kommunalpolitiker, weiterhin im Jugendzentrum „Open Huus“ erfolgen. In der Haushaltsberatung muss sich herausstellen, ob und wie die Maßnahme zu bezahlen ist.
Umbau nicht möglich
Die bisher diskutierte Nutzung von Pfarrheim und Pfarrhaus im Heronger Ortskern wird nicht weiter verfolgt. Die Prüfung durch einen Statiker hat ergeben, dass ein Umbau des Pfarrhauses, um große Proberäume zu erhalten, nicht möglich ist. Außerdem müssten Brand- und Schallschutz installiert sowie alle Leitungen erneuert werden.
Info
Open Huus
Begehung Das Jugendheim „Open Huus“ wurde am 26. November von der Leiterin und einem Vertreter der Stadt besichtigt.
Schätzung Für die Renovierung und die Reparaturen im und am Gebäude sind ungefähr 21 000 Euro erforderlich.
„Wir müssen zu einem Konsens kommen“, betonten mehrere Redner während der Diskussion im Ausschuss. In der Debatte wurden von mehreren Seiten Zweifel daran laut, ob die von den Geselligen Vereinen vorgelegte Ausführung mit geschätzten Investitionskosten von rund 1,085 Millionen Euro so kommen müsse. „Ein großer Proberaum für zwei Vereine ist zumutbar“, sagten Stefan Kemmerling (Grüne Opposition) und Hans-Josef Hammans (CDU). Damit handelten sie sich Widerspruch von Jürgen Göwe (SPD), dem Vorsitzenden des Musikvereins, ein. „Zwei Vereine in einem Raum, das gibt Probleme und Ärger“, ist er sich sicher.
Ebenfalls nicht für nötig hält der Ausschuss den in der Variante enthaltenen Schießstand und den Aufenthaltsraum für die Schützen. Hier bietet sich als Alternative der Schießstand des Stadtbundes in Westerbroek an. „Der ist so groß, dass er von anderen, auch auswärtigen Schützen, mitbenutzt wird“, sagte Hammans. Eine neue Turnhalle ist in dem Konzept nicht vorgesehen.
Die Stadtverwaltung, so beschloss der Ausschuss einstimmig, soll sich bis zur Ratssitzung am 18. Dezember mit den Geselligen Vereinen über die Raumaufteilung einigen. Außerdem soll sie zur Haushaltsberatung einen Finanzierungsplan ausarbeiten.
Fotos
Immer noch in einer Holzhütte auf Kühne-Gelände probt der Musikverein Herongen. RP-Archivfoto: siwe
Quelle: RP