(RP) Gegen den Tb 07 Lank gab der TV Aldekerk eine Halbzeit lang Gas. Zur Pause lag er mit 22:7 in Front, spielte danach aber nicht mehr so souverän, und ließ seine Anhänger 14 Minuten lang auf einen Torerfolg warten.
Stefan Pietralla, der Aldekerker Linksaußen, auf dem Weg zum Tor. Nachdem es für ihn in Cronenberg nicht so optimal lief, waren seine Würfe diesmal gewissermaßen mit einer Torgarantie ausgestattet. RP-Foto: siwe
Aldekerk Was der TV Aldekerk bei der TG Cronenberg noch nicht gezeigt hatte, holte er gestern Abend bei der Saisoneröffnung vor heimischem Publikum eindrucksvoll nach. Zehn Minuten lang bewegten sich beide Mannschaften, der ATV und Aufsteiger Treudeutsch Lank, auf gleicher Augenhöhe. „Dann haben wir drei, vier hundertprozentige Möglichkeiten ausgelassen, Abspielfehler gemacht und prompt ging der Kontakt verloren“, sagte Lanks Trainer Krouß.
Mit großer Spielfreude
In genau dieser Phase nahm der TV Aldekerk das Heft in die Hand. Angriff auf Angriff rollte gegen den Lanker Kasten, nahezu jeder Wurfversuch der Aldekerker Angreifer bedeutete einen Treffer. „Unsere Quote war wirklich stark, dazu hat mir die Spielfreude gut gefallen“, lobte ATV-Coach Fünders seine Mannschaft, die sich aber auch am eigenen Kreis aufmerksamer präsentierte als in Cronenberg. Mit einem starken Bastian Nagel zwischen den Pfosten, der bis zur Pause 13 Würfe parierte.
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ATV im Torrausch
Aldekerk: Nagel, Kox – Pietralla (7), Wallrath (7), Kleinelützum (5/1), Farhan (4), Adams, Welzel (1), Wessel (4), Lindeke (2), Tebart (3), Wittwer (2), Strömer.
Am kommenden Sonntag (24. September, 11.15 Uhr) wird sich zeigen, was die gestrige Leistung des ATV wert ist. Dann nämlich muss man beim „MTV Timofte“ in Dinslaken antreten.
Nachdem die Aldekerker Handballer den Schalter einmal umgelegt hatten, kombinierten sie den Gegner mit tollen Spielzügen förmlich an die Wand. Die Lanker wurden den schnell vorgetragenen Angriffen einfach nicht Herr, wofür auch der frühe Spielausschluss von Mascia sprach, der bereits in der 26. Spielminute seine dritte Zweiminuten-Strafe kassierte. Fortan durfte er dem Treiben auf dem Feld nur noch von der Tribüne aus zusehen. Zur Halbzeit hatte sich der TV Aldekerk mit 22:7 ein mehr als komfortables Polster herausgearbeitet.
„Was die Mannschaft bisher gezeigt hat, nimmt ja beinahe rauschhafte Züge an“, zeigte sich ATV-Obmann Welzel zur Pause hellauf begeistert, nachdem er vor einer Woche in Cronenberg doch sehr gelitten hatte, wie er gestand. „Daran sieht man aber, wie groß das Potenzial ist, das in der Mannschaft steckt.“ Allerdings könne er sich nicht vorstellen, dass die Mannschaft das Niveau noch weitere 30 Minuten lang halten kann. Welzel wurde in seiner Meinung schneller bestätigt, als es ihm lieb war. Zwischen der 34. und 48. Spielminute blieb der TV Aldekerk 14 Minuten lang ohne jeden Torerfolg. Und das lag nun nicht nur daran, dass die Lanker Handballer, wie es ihr Trainer gefordert hatte, mit größerem Körperkontakt zu Werke gingen. Frank Fünders: „In dieser Phase haben wir eine viel zu große Zahl von Angriffen einfach zu unkonzentriert abgeschlossen.“ Auf einmal zerfaserte das zuvor von Kombinationen sehenswert durchsetzte Aldekerker Spiel in Einzelaktionen ohne Durchschlagskraft. Erst in den letzten Minuten des Spiels fand der ATV ansatzweise wieder in die während der ersten Halbzeit gelegte Erfolgsspur zurück. Wallrath, Lindecke, Wittwer und Tebart schraubten den Sieg auf satte 35:20-Tore. Damit steht der ATV zumindest bis zum nächsten Wochenende an der Tabellenspitze.
Quelle: RP