Moers (RP) Die FDP befragte Passanten zum Thema Bibliothek. Die Bürger befürworten die Idee, einen „Moers-Kultur-Pass“ anzubieten. Der Vorschlag stammt von Studenten der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung.
Durch die FDP-Aktion fanden sich weitere Vorlesepaten, die wie Maria Salewski (rechts) den Kindern vorlesen. KDi
Die Moerser Bürger schätzen ihre Bücherei. Zu diesem Ergebnis kommt unter dem Strich eine Umfrage der FDP. Verbesserungsvorschläge betreffen die Öffnungszeiten und eine gemütlichere Atmosphäre mit ruhigen Leseecken. Befürwortet wird auch die Idee, durch einen „Moers-Kultur-Pass“ Rabatte für die Kultureinrichtungen der Stadt anzubieten.
Studenten der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW hatten im Januar 2008 vorgearbeitet. In einer Projektarbeit suchten sie nach Chancen, Zielen und Strategien für die Zentralbibliothek Moers. Die in ihrer Arbeit gemachten Vorschläge und Anregungen wurden auf dem Repelener Markt und vor der Bücherei in Moers von den Freidemokraten durch 101 Einzelgespräche mit Moerser Bürgern anhand eines Fragebogens überprüft.
Früher öffnen
Jeder zweite Befragte war der Meinung, die Bücherei sollte vor 11 Uhr öffnen, vor allen Dingen an Markttagen. Medienkisten für Senioreneinrichtungen fanden die Zustimmung von zwei Drittel. Mit 67 Prozent wurde die Frage nach der Mitgliedschaft in der Bücherei bejaht. Von den Büchereikunden vermisste eine Minderheit von 20 Prozent eine gemütlichere Atmosphäre. Der Wunsch nach mehr ruhigen Sitzplätzen und Leseecken wurde geäußert. Eine breite Zustimmung von 75 Prozent fand die Idee der Studenten, einen „Moers-Kultur-Pass“ einzuführen. Dieser neue Ausweis sollte verbilligte Eintritte und Nutzungen der kulturellen Angebote der Stadt Moers ermöglichen. Er wäre nicht nur für die Zentralbibliothek gültig, sondern auch für sämtliche kulturellen Angebote wie das Grafschafter Museum, das Schlosstheater oder Konzerte. Der kulturpolitische FDP-Sprecher Udo Pieper meint dazu: „Ich finde die Idee des Kultur-Passes neben dem bisherigen Moers-Passes in die richtige Richtung weisend. Im Stadtverband werden wir die Idee weiterentwickeln.“ Für die Bücherei konnten durch die FDP-Aktionen vier Paten mit einer Jahresbuchspende von 20 Euro gewonnen werden. Ferner waren fünf Personen bereit, sich als Vorleser für Kinder zu engagieren.
Das Gespräch mit den Bürgern bewies den Liberalen die große Verankerung der Bücherei in der Bevölkerung. Weit mehr Personen, als die offizielle Statistik ausweist, seien Kunden der Bücherei. Aus Kostengründen nehmen mehrköpfige Lesefamilien nur einen Leseausweis. Somit werden die mitlesenden Familienmitglieder in der Büchereistatistik nicht erfasst. Eine Änderung der Lesererfassung sollte aus Sicht der FDP nach dem Neubau der Bücherei im alten Hallenbad an der Wilhelm-Schroeder- Straße erfolgen.
Quelle: RP