Erkelenz: Hoffnungsträger Mittelstand
VON STEFAN CLAASSEN - zuletzt aktualisiert: 22.11.2008Erkelenz (RP) Drekopf eröffnete gestern offiziell sein neues Recyclingzentrum. Dort verdienen 70 Menschen ihr Brot, 100 können es werden. Ein Beispiel für die Kraft des Mittelstands, schwierige Zeiten zu meistern, sagte Landrat Stephan Pusch.
Wenn am Ende dieses Jahres Bänker, Politiker und Unternehmer zusammenkommen und ihre Mienen nicht Besorgnis, sondern Freude ausdrücken, ist dies in stürmischen Zeiten ein Hoffnungsschimmer. Dies sagte gestern Landrat Stephan Pusch. Und meinte damit keineswegs die Wetterlage, obwohl der Sturm fast das Festzelt wegzublasen schien, sondern die offizielle Eröffnung des Drekopf-Recyclingzentrums an der Ferdinand-Clasen-Straße in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. 70 Arbeitsplätze seien hier entstanden bis zu 100 könnten es noch werden. Ein Beweis dafür, dass der Hoffungsschimmer in diesen Zeiten mittelständische Unternehmen sind, die mit einer ganz anderen Verantwortung als Großkonzerne gegenüber ihren Mitarbeitern als auch am Markt auftreten, sagte der Landrat.
Heute „offene Tür“
Drekopf lädt heute von 10 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Tür in sein Recycling-Zentrum an der Ferdinand-Clasen-Straße ein. Neben Betriebsbesichtigungen warten auch eine Fahrzeug- und Geräteschau auf die Besucher. Auch für die kleinen Besucher gibt es Unterhaltung.
Sieben Millionen Euro investiert
Die Erkelenzer Niederlassung ist eine von 14 des Drekopf-Unternehmens. Sie entstand nach dem Aufkauf der früheren Firma Küppers-Umwelttechnik, sagte Geschäftsführer Richard Ringering. Bereits seit Anfang des Jahres arbeitet das Unternehmen am neuen Standort und investierte bis zur gestrigen Eröffnung rund sieben Millionen Euro, um dort eine der modernsten Recycling-Anlagen Deutschlands zu schaffen.
Ringering erläuterte den zahlreichen Gästen aus Wirtschaft und Politik die Philosophie, die das Unternehmen nach vorne gebracht habe. Nicht alleine durch fähige Mitarbeiter, Management oder modernste Technik werde der Erfolg erreicht, sondern dazu müsse sich Leidenschaft gesellen. Eine Leidenschaft, die dazu führe, für den Kunden das Letzte und damit das Beste zu geben. Nur diese kunden- und praxisorientierte Arbeit führe zum Erfolg sagte Ringering. Dessen Blicke auf die wackelnden Leuchter an der Zeltdecke, das sich bewegende Gestänge und die heftig flatternden Stoffbahnen die Frage aufwarfen, ob denn auch der Zeltlieferant sein Bestes gegeben hatte. Er hatte – das Zelt blieb stehen.
Unbeeindruckt von den Unbilden des Wetters zeigte sich Bürgermeister Peter Jansen, er sei es gewohnt, in stürmischen Zeiten das Wort zu ergreifen. Er begrüßte das Unternehmen an seinem neuen Standort, der von Rheydt nach Erkelenz verlegt worden sei, als guten Bekannten, dessen Name bei die Erkelenzern kennen. Schließlich sei Drekopf hier für die Müllentsorgung zuständig, und „die klappt prima“. Hier habe die Firma bei Preis und Leistung Wort gehalten. Mit dem Recyclingzentrum füge sich das Unternehmen jetzt sehr gut in den Erkelenzer Branchenmix ein, sagte Jansen: „Bleiben Sie hier und sind Sie erfolgreich“.
- Partnersites
- Kölner Stadt Anzeiger
- Express
- Kölnische Rundschau
- Kalaydo
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik,
Wirtschaft, Panorama, Sport, Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft,
Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten
Bilder, Kolumnen und Hintergrundberichte.






































