Tennis: Masters-Titel für Dieter Gerhards
VON CHRISTIAN SPOLDERS - zuletzt aktualisiert: 15.10.2008(RP) Geht es nach den jüngsten Ergebnissen, darf man sie eine der erfolgreichsten Trainingsgruppen Deutschlands nennen. Und nur um ein Haar verpasste das Trio Dieter Gerhards, Peter Lehnen und Rudolf Brüse, das einmal wöchentlich in Brüggen trainiert, beim Masters-Finale in Hannover den ganz großen Coup.
Nachdem Gerhards, schon seit über zehn Jahren Jugend der Casino Tennisgesellschaft Kempen, in der Altersklasse 50 das Endspiel (6:1, 6:3 gegen Bernd Wolschke) gewonnen hatte, sicherte sich auch Lehnen bei den Herren 55 (3:6, 6:2, 6:4 gegen Reinhard Mager) den Titel. Brüse musste im Finale allerdings wegen einer Verletzung trotz Führung im dritten Satz gegen Hans-Jürgen Frerichs aufgeben. „Die Adduktoren haben nicht mehr mitgemacht“, sagt Brüse, der bei den Herren 60 angetreten war.
Wie lange sich die drei Hobby-Tennisspieler schon kennen, kann keiner genau sagen. „Mit Rudi Brüse habe ich schon vor mehr als 30 Jahren beim Viersener THC gespielt“, erinnert sich Gerhards (51). „Mit Peter trainiere ich seit mehr als 20 Jahren.“ Das Training scheint sich auszuzahlen. „Beim Masters waren vier, fünf Spieler dabei, gegen die man auch verlieren kann“, sagt Gerhards über das starke Teilnehmerfeld beim nach den Deutschen Meisterschaften wichtigsten nationalen Turnier.
In seinem ersten Spiel ließ er Erwin Skamrahl, 1982 Staffel-Europameister über 4x400 Meter, keine Chance und besiegte im Halbfinale auch den an Nummer eins gesetzten Henk Du Bruyn. Und obwohl der Tennislehrer mit den Herren 40 des TC Rheinbach bereits Deutscher Mannschaftsmeister geworden und aktuell die Nummer eins des LTK Moyland in der Regionalliga der Herren 50 ist, hat der Titel einen besonderen Stellenwert für den gebürtigen Brüggener. „Da das Turnier recht hoch angesiedelt ist, freue ich mich sehr darüber.“
Auch Peter Lehnen, der erst „in meinen Dreißigern intensiv angefangen“ hat mit dem Tennis, freute sich über den Erfolg in der Landeshauptstadt Niedersachsens. „Wichtiger als der Titel ist mir aber, dass ich durch den Sport fit und gesund bleibe“, sagt der 56-Jährige. „Im Tennis kann ich mich bis ins hohe Alter mit Spielern meiner Klasse messen.“ Nachdem er das Qualifikationsturnier in Moers, ebenso wie Gerhards, gewonnen hatte, siegte der Hauptschul-Lehrer bei der Endrunde zunächst locker und drehte im Finale das Spiel.
Während die beiden Brüggener bereits sei Jahrzehnten gemeinsam üben, ist der Viersener Rudolf Brüse erst seit ein paar Wochen in der Runde. „Nachdem ich lange aus gesundheitlichen Gründen nicht spielen konnte, fand ich in meinen alten Freunden eine sehr gute Trainingsgruppe“, sagt Brüse, der mit einer Wildcard in Hannover startete und mit zwei Siegen ins Finale durchmarschierte – bis die Adduktoren das Triple verhinderten.
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