Krefeld (RP) Die politische Diskussion um die drei Elefantenkühe im Krefelder Zoo geht in die nächste Runde. Jetzt fordern die Grünen, die Elefantenhaltung im Krefelder Zoo komplett aufzugeben.
Streit unter den Elefanten im Krefelder Zoo. Foto: Lammertz
Heidi Matthias, Mitglied der Grünen im Aufsichtsrat: „Die beste Lösung für die Elefanten wäre eine Erweiterung der Herde, um familiäre Strukturen und Fortpflanzung zu ermöglichen. Da dies nur mit wesentlicher Flächenerweiterung und enormen finanziellen Investitionen realisierbar ist, müssen wir uns für die zweitbeste Lösung entscheiden.“ Die heißt für Matthias – alle drei Kühe in andere Zoos abgeben. Das Mobbing gegen die Elefantenkuh Yheetoo und deren Verletzungen beweisen für Heidi Matthias, dass eine Kettenhaltung gefährlich ist.
Nordiren besuchen Yheetoo
Unterdessen hat der Krefelder Zoo Kontakt zum Belfaster Zoo aufgenommen. Belfast ließ verlauten, dass es dort Platz für den Lieblings-elefanten vieler Krefelder gibt. Die nordirischen Zooleute werden sich Yheetoo schon in der kommenden Woche ansehen. Der Streit hat auch was Positives. Denn für den Umbau der Elefantenanlage, so betonte der Zoo in einer Pressemitteilung, wäre der Weggang einer Kuh auf Zeit sogar hilfreich.
Ursprünglich mussten die Planer davon ausgehen, dass während des Umbaus der Elefantenanlage drei Kühe untergebracht werden müssen. Wenn nur Mumptas und Rhena in Krefeld blieben, könnte sich die bis 2010 geplante Umbauphase leichter bewältigen lassen und beide Elefanten könnten statt in Ketten in Boxen gehalten werden. Nach dem Umbau soll es dann drei Boxen und ein größeres Freigelände geben.
Zootierarzt Dr. Martin Straube hofft, dass sich Yheetoo in Belfast mit einer anderen Elefantenkuh anfreundet, die ihr Selbstbewusstsein stärkt und mit deren Unterstützung sie später in den Krefelder Zoo zurückkehren könnte.
Quelle: RP