Fußball: Rettungsversuche für den KFC

VON OLIVER SCHAULANDT - zuletzt aktualisiert: 22.12.2007

(RP) Nein, kampflos wollen die Fans die KFC Uerdingen nicht untergehen lassen. Es gibt zwei Initiativen, die versuchen wollen, Geld aufzutreiben, um die drohende Insolvenz abzuwenden.

Kampflos wollen die Fans den KFC Uerdingen nicht untergehen lassen.
Kampflos wollen die Fans den KFC Uerdingen nicht untergehen lassen.

Die eine besteht aus ehrenamtlichen Helfern des Clubs, die gemeinsam mit der Mannschaft versuchen wollen, über das geplante Freundschaftsspiel gegen den MSV Duisburg (Spieltermin: 22. Januar, 19.30 Uhr) so viele Zuschauer in die Grotenburg zu bringen, dass zumindest ein Teil der Liquiditätslücke geschlossen wird.

Die zweite Gruppe, die namentlich noch nicht genannt werden möchte und weitestgehend aus Geschäftsleuten besteht, die den Club aus Traditionsgründen retten wollen, stammt aus dem süddeutschen Raum. Über eine Internetseite haben sie derzeit Kontakt zueinander und sich zum Ziel gesetzt, einen sechsstelligen Betrag zu sammeln, um diesen für die Rettung des KFC zu verwenden. Als Gegenleistung wollen sie dann aber auch ein Mitspracherecht im Verein haben.

Die hiesige Gruppe setzt voll auf das Spiel gegen den MSV Duisburg. „Unser Ziel ist, ein Signal zu setzen, dass der KFC weiterleben soll. Da sind wir jetzt gefragt. Es geht uns nicht um handelnde Personen, ein Verein besteht aus mehr als nur einem Vorstand. Uns geht es auch um die rund 160 Jugendlichen, die 19 Betreuer und letztlich auch um die Arbeitsplätze der Spieler und in der Geschäftsstelle“, sagt Stefan Hoffmann. „Unsere Großsponsoren haben genug getan. Wir wollen nicht um Hilfe von außen betteln, sondern versuchen, den Karren selbst aus dem Dreck zu ziehen. Über den Sportdirektor hat der Vorstand das Spiel vermittelt, wir wollen jetzt die Grotenburg voll bekommen.“ Bestrebungen, im Gegenzug Ämter in den Gremien zu übernehmen, bestehen nicht, betont die Gruppe.

Er und seine Mitstreiter planen, ein Event rund um das Spiel zu veranstalten und vor allem das Spiel selbst zu vermarkten. Bislang sind allein durch Mundpropaganda bei der Gruppe rund 2500 Kartenvorbestellungen für die Duisburg-Partie eingegangen – obschon der Spieltermin bislang noch gar nicht fest stand. Karten sollen 15 Euro (Sitzplatz; ermäßigt 13 Euro) bzw. 10 Euro (Stehplatz, ermäßigt 6 Euro) kosten. Am 28. Dezember beginnt der Vorverkauf, auch für das Freundschaftsspiel gegen Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen am 19. Januar (19 Uhr). Auch die Mannschaft steht hinter dieser Aktion. „Egal, wie es in den nächsten Tagen weitergeht: Wir werden spielen“, sagt Torwart Christopher Möllering stellvertretend für sein Team.

Das Team versucht nun, weitere Helfer zu finden. Kontaktmöglichkeiten gibt es über die Internetseite des Vereins www.kfc-online.de.

Quelle: RP

 
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