Mönchengladbach (RP) Wer gestern gegen 10 Uhr aus Richtung Viersen auf die Bismarckstraße einbog, bekam die Probleme hautnah mit: Auf der rechten Fahrspur stand ein Hubwagen, von dem aus Arbeiter die Scheiben des IHK-Gebäudes putzten. Sofort bildeten sich Staus, weil die Autofahrer, die aus drei Richtungen in die Innenstadt wollten, in die linke Fahrspur ausweichen mussten.
Feinstaub: Kein Thema auf der Bismarckstraße. Foto: ddp
Die Putzaktionen bei der IHK sind regelmäßig. Was passiert, wenn auf diesem Stück des Nadelöhrs Bismarckstraße weitere 6500 Fahrzeuge täglich fahren? „Wir müssen rigoros eingreifen, damit diese Situationen nicht entstehen“, sagt Technischer Beigeordneter Helmut Hormes. Bei der Bürgerversammlung am Dienstagabend war die Bismarckstraße nur eines von mehreren Themen. Die Bürger hatten viele Fragen: Wir beantworten einige.
Erhöht sich die Feinstaub-Belastung auf der Bismarckstraße?
Nicht nennenswert, sagt die Stadt. Derzeit lässt sie ein Lärmkataster erarbeiten. Dabei wird auch die Feinstaubbelastung überprüft. Ein erstes Ergebnis: Bei der Belastung mit Feinstaub ist die Bismarckstraße „nicht auffällig“.
Wird es auf der Bismarckstraße und auf anderen Straße lauter?
Auch das verneint die Stadt: Der Lärmpegel steige auf der Bismarckstraße kaum, ob nun 30 000 oder 36 000 Fahrzeuge unterwegs sind.
Warum ist ECE gegen eine zweispurige Stepgesstraße?
Der Hamburger Investor ECE hat für die Spindel, die auf das geplante Parkdeck führt, ein Grundstück von C & A kaufen müssen. C & A hat dabei zur Bedingung gemacht, dass Erdgeschoss und Obergeschoss mit dem ECE-Einkaufscenter direkt verbunden werden. Dazu musste sich ECE vertraglich verpflichten.
Hätte man auch einen Tunnel unter der Stepgesstraße zum Berliner Platz führen können?
Nein, sagen die Gutachter. Der Berliner Platz sei ein neuralgischer Punkt im Verkehrssystem von Alt-Gladbach. Hier münden fünf Straßen, und es gibt bereits heute Rückstaus.
Reichen die Parkplätze?
Das bejahen die Gutachter. ECE baut ein Parkdeck mit 500 Plätzen. Mit den Plätzen in den bestehenden Parkhäusern stehen in der Gladbacher City insgesamt 1600 Stellflächen zur Verfügung.
Wie wirken sich die Ampelschaltungen aus?
Die Schaltungen werden von 78 auf 90 Sekunden verlängert. Damit die „grüne Welle“ erhalten bleibt, werden auch die Ampelschaltungen in Rheydt geändert. Der längere Umlauf sorgt für zehn Prozent mehr Verkehrsfluss. Mönchengladbach braucht dafür keine neuen Ampelanlagen: Sie sind hochmodern.
Dürfen Radler durch den Tunnel Viersener Straße/Steinmetzstraße fahren?
Nein. Der Tunnel hat zwei Fahrbahnen und ist nur für Pkw, Lastwagen und Busse. Radler sollen künftig über die Hindenburgstraße fahren müssen.
Wie viele Ein- und Ausgänge hat das ECE-Forum?
Neben dem Hauptportal an der Hindenburgstraße sind weitere Eingänge an der Kleiststraße und an der Viersener Straße geplant.
Quelle: RP