Mönchengladbach (RP) Auch zwei Tage nach der erfolgreichen Verteidigung ihrer drei Weltmeistertitel im Profiboxen in Magdeburg sind die Spuren des Kampfes gegen Ramona Kühne bei der Mönchengladbacher Profiboxerin Ina Menzer noch sichtbar.
"Das Auge schwillt allmählich ab und ich überschminke es derzeit ein wenig", verrät die 29-Jährige, die inzwischen in ihr fünftes Jahr als Weltmeisterin im Federgewicht geht. "Ich freue mich, dass so viele Menschen auch aus meiner Heimat Anteil daran nehmen, wie es mir geht. In ein paar Tagen sehe ich wieder aus wie Ina Menzer und nicht mehr wie Quasimodo."
Wahl der Handschuhe
Obwohl der Arbeitstag für Ina Menzer am Samstag bereits in der sechsten Runde ein erfolgreiches Ende fand, verließ sie deutlicher gezeichnet als sonst den Ring. Das hatte mit der Wahl der Handschuhe zu tun, die die Weltmeisterin vertragsgemäß ihrer Gegnerin überlassen musste. "Mit den normalen Handschuhen wäre das so auf keinen Fall passiert.
Aber diese Modelle, die ich am Freitag zum ersten Mal überhaupt gesehen habe, fühlten sich so an, als ob man nur in Bandagen boxen würde", schildert sie die Wirkung der Treffer, die man ihr schon nach der gewonnenen ersten Runde ansehen konnte. Letztendlich brachte sich die Berliner Gegnerin mit der Handschuhwahl allerdings selbst zur Strecke, da eine rechte Schlaghand Menzers den Kampf zu einem sofortigen Ende brachte.
Ein Risiko stellte die Vertragsklausel aber auch für Ina Menzer und ihr Management dar, war doch so das Risiko viel zu groß, bei einem unglücklich kassierten Treffer den Titel zu verlieren. "Ich muss da auch mit dem Management reden. Mit solchen Handschuhen möchte ich nicht mehr boxen." Nach dem "miesesten Weihnachtsfest ihres Lebens" ist nach dem Kampf nun die Zeit gekommen, es sich gut gehen zu lassen. "Jetzt holen wir meinen Geburtstag, Weihnachten, Silvester und überhaupt alles nach", sagt der bekennende Schokoladen-Fan Menzer.
Und die Schoko-Weihnachtsmänner, die ihr Mann Denis ihr sicherlich aufgehoben hat, schmecken ja auch, wenn man sie (noch) nur mit einem Auge sehen kann.
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Quelle: RP