Viersen (RP) Ein Viersener S-Bahn-Surfer hat in der Nacht zum 8. April im Mönchengladbacher Hauptbahnhof einen Stromschlag erlitten. Wie Wolfgang Heimann, Sprecher der Bundespolizei, mitteilte, sind bei dem Unglück rund 40 Prozent der Hautoberfläche des 20-Jährigen verbrannt.
Das Unglück war in der Linie S 8 aus Richtung Düsseldorf passiert, die gegen 23.35 Uhr in den Mönchengladbacher Hauptbahnhof einfuhr. Plötzlich hörten die Reisenden am Bahnsteig einen lauten Knall und sahen anschließend einen grellen Lichtblitz über dem Zug. "Danach entdeckten die Zeugen einen Mann, der leblos auf dem ersten Waggon der S-Bahn lag", so der Bundespolizei-Sprecher.
Nach den Ermittlungen war anscheinend der Strom aus der Oberleitung "wie ein Wasserstrahl" auf den jungen Viersener übergesprungen und hatte ihm schwerste Verletzungen zugeführt. Vermutlich war der 20-Jährige – der das so genannte "Roof-Ride" (Dach-Reiten), die gefährlichste Art des S-Bahn-Surfens praktizierte – von außen auf das Dach der Lok geklettert und auf den ersten Waggon gesprungen. Dort traf ihn der Stromschlag. Er wurde ins Aachener Klinikum gebracht.
Quelle: RP