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Düsseldorf
100.000 testen Düsseldorfs U-Bahn

Düsseldorf. Bei der Eröffnung genossen die Stationen besondere Aufmerksamkeit. Von Christian Herrendorf

Die Rheinbahn hat am Wochenende über 100.000 Menschen ohne konkretes Fahrtziel erlebt. Das Düsseldorfer Nahverkehrsunternehmen startete den neuen Abschnitt seines U-Bahn-Netzes ("Wehrhahn-Linie") am Samstag mit Besichtigungsfahrten in dem 3,4 Kilometer langen Tunnel und nahm dort am Sonntag den regulären Betrieb auf. An beiden Tagen fuhren Interessierte hin und her, um die neue Strecke kennenzulernen, die Bahnhöfe zu besichtigen und vor allem zu fotografieren.

Die Stationen bieten etwas deutschlandweit Einmaliges und haben deshalb auch Beachtung in internationalen Zeitung wie der "New York Times" gefunden. Jeweils ein Künstler hat einen der sechs neuen U-Bahnhöfe gestaltet - unter anderem mit Klangkunstwerken an den Rolltreppen, Monitoren, die Bewegungen von der Oberfläche künstlerisch verfremdet zeigen, und einem Design, das den Besuchern das Gefühl eines Raumschiffs vermittelt.

846,3 Millionen Euro hat der Bau der Wehrhahn-Linie gekostet, das sind knapp 200 Millionen Euro mehr als beim Spatenstich vor rund acht Jahren veranschlagt. Ursachen für die Steigerung waren nach städtischen Angaben zusätzliche Personalausgaben, ein größerer Bedarf an Beton und ein unerwarteter Preisanstieg für einige Materialien, zum Beispiel Stahl.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel betonte bei der Eröffnung, dass die U-Bahn der Beleg dafür sei, dass die öffentliche Hand doch noch Großprojekte könne. Während sich Projekte andernorts immer weiter verzögerten, sei die Wehrhahn-Linie "quasi eine Punktlandung" gewesen. Beim Baustart war das vierte Quartal 2015 als Zeitpunkt für die Eröffnung anvisiert worden, nun wurde es die Mitte des ersten Quartals 2016.

Quelle: RP
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