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Mönchengladbach
19-Jähriger verfehlt Fuchs und trifft seinen Jagdfreund

Mönchengladbach. Statt eines flüchtenden Fuchses hat ein Jungjäger (19) gestern Morgen mit einem Schuss seinen Jagdfreund getroffen: Das 73-jährige Opfer wurde von der Schrotladung am Bein verletzt und musste am Knie operiert werden. Lebensgefahr bestand nicht. Wie die Polizei berichtete, gehörten die beiden zu einer Gruppe, die in einem Außenbezirk des Stadtteils Rheindahlen einen Fuchs jagte. Sie entdeckten das Tier, das sich auf seiner Flucht in eine Strohmiete rettete. Die Männer umstellten sie. Der 73-Jährige schickte seinen Jagdhund zwischen die Strohballen, der den Fuchs auch schnell aufstöberte und ihn heraustrieb. Der 19-Jährige zielte auf das davoneilende Tier, traf mit seinem Schuss aber seinen Jagdfreund. Die Polizei ermittelt gegen den jungen Mann, der aber alle für die Teilnahme an einer Jagd notwendigen Qualifikationen hat: Er hat die Jagdprüfung bestanden, verfügt über einen Jagdschein und hat ein für die Jagd zugelassenes Gewehr. Von T. Breitkopf und D. Weber

In Nordrhein-Westfalen wird der Fuchs zwischen Mitte Juli und Ende Februar bejagt, Jungtiere ganzjährig. Der Fuchs gilt allgemein als Überträger der Tollwut, weswegen ihm in den 70er und 80er Jahren intensiv nachgestellt wurde. Da die Tollwut, die auch für den Fuchs tödlich ist, zurzeit in Deutschland ausgerottet ist, hat die Population stark zugenommen. Jäger schießen Füchse vor allem, um bodenbrütende Vögel oder Hasenbestände zu schützen. Hetzjagden wie bis vor kurzem in England sind in Deutschland seit langem verboten. Üblich sind Treibjagden, bei denen Hunde und Treiber das Wild aufjagen. In den vergangenen Jahren sind die Unfallzahlen durch strenge Unfallverhütungsvorschriften zurückgegangen.

Quelle: RP
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