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Köln/Rheinberg
21 Verletzte bei Unfall mit Linienbus in Köln

Köln/Rheinberg. Mit voller Wucht hat ein Bus in Köln einen Strommast gerammt. Auch in anderen Städten kam es zu schweren Unfällen.

Bei einem Busunfall in Köln sind am Pfingstsonntag 21 Menschen verletzt worden, darunter auch der Fahrer. Der 57-Jährige habe den Bus vermutlich wegen plötzlich auftretender gesundheitlicher Probleme nicht mehr unter Kontrolle halten können, hieß es von der Polizei. Das Fahrzeug sei im Vorort Porz von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Hochspannungsmast geprallt. Eine genaue Ursache könne aber frühestens heute ermittelt werden, wenn Experten den Unfallbericht auswerten und Zeugen befragen, hieß es.

Nach Angaben der Feuerwehr saßen 47 Menschen in dem Gelenkbus der Kölner Verkehrsbetriebe. Fast alle hätten sich nach dem Zertrümmern von Busscheiben selbst befreien können. Leicht verletzt wurden 18 Menschen, drei weitere erlitten schwere Verletzungen.

Der bei dem Aufprall stark beschädigte Strommast der Deutschen Bahn drohte umzukippen. Die Bergung der Fahrzeugs gestaltet sich schwierig. Mit einem Kran will die Feuerwehr den Mast absichern und den Bus herausziehen. Das soll frühestens heute passieren.

Bei weiteren Unfällen am Pfingswochenende kamen mehrere Menschen ums Leben, dutzende weitere wurden verletzt. Eine 60-Jährige starb, als ihr Wagen mit einem Baufahrzeug auf der A 43 in der Nähe von Sprockhövel kollidierte.

Äußerst tragisch endete auch ein Unfall für einen 24 Jahre alten Autofahrer: Er verlor seine Eltern, als sein Wagen an einem Bahnübergang in Gütersloh mit einer Ausflugsbahn zusammenstieß. Während der 24-Jährige den Unfall schwer verletzt überstand, seien sein Vater (45) und seine Mutter (43) auf der Stelle tot gewesen, teilte die Polizei mit. Das rote Blinklicht an dem unbeschrankten Bahnübergang hat nach Polizeiangaben zum Zeitpunkt des Unfalls funktioniert.

Auch auf einem Bahnübergang in Rheinberg wurde ein Auto von der Regionalbahn 31 erfasst. Die drei Fahrzeug-Insassen aus Wesel und Mönchengladbach wurden schwer verletzt. Der 47-jährige Fahrer aus Mönchengladbach hatte zunächst vor einer geschlossenen Halbschranke angehalten, war dann aber losgefahren. Der Zug der Nordwestbahn schleuderte den Wagen in ein angrenzendes Feld.

Mit einer dramatischen Aktion retteten Polizisten in Essen gestern einen Autofahrer aus dem Wrack seines in die Ruhr gestürzten Wagens. Zehn Menschen wurden verletzt, darunter sechs Polizisten. Der Fahrer des Wagens schwebt in Lebensgefahr. Der Mann hatte vor einer Brücke die Kontrolle über sein Auto verloren. Sein Wagen touchierte ein Fahrzeug, prallte gegen eine Gruppe von wartenden Radfahrern auf einer Fußgängerinsel und demolierte einen Ampelmast, bevor es ein Brückengeländer durchbrach und in die Ruhr stürzte. Einer der beiden Radfahrer wurde schwer, der andere leicht verletzt.

19 Polizisten, die bei einem Open-Air-Festival im Stadtteil Werden im Einsatz waren, und ein Passant sprangen in den Fluss, um den Mann aus dem Wrack zu retten. Nur durch Tasten und Fühlen sei es gelungen, den Mann in zwei Meter Tiefe aus dem Auto zu ziehen, so ein Sprecher. Sechs Beamte wurden verletzt, zwei durch Schnitte und vier durch Unterkühlung.

(dpa/RP)
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