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Düsseldorf
24.300 Haftbefehle in NRW noch nicht vollstreckt

Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen sind Ende März mehr als 24.300 Menschen wegen nicht verbüßter Freiheitsstrafen mit Haftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben gewesen. Das hat das Landeskriminalamt NRW auf Anfrage mitgeteilt. Eine Sprecherin bestätigte damit Zahlen des Hessischen Rundfunks. Den Großteil der Fälle, fast 15.700 Haftbefehle, machen die sogenannten Ersatz-Freiheitsstrafen aus. Sie werden verhängt, wenn die Verurteilten Geldstrafen nicht bezahlen wollen oder können. Grund sind oft kleinere Delikte wie etwa Schwarzfahren oder Drogenbesitz. In 7700 Fällen haben zu Gefängnisstrafen verurteilte Täter ihre Haft bislang nicht angetreten. In den Zahlen nicht enthalten sind mit Haftbefehl gesuchte Verdächtige. Bundesweit sollen Zehntausende verurteilte Straftäter auf freiem Fuß sein.

(dpa)
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