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Osnabrück
77-Jährige bei Untersuchung in Klinik totgequetscht

Osnabrück. Tödliches Unglück auf dem Untersuchungstisch: Bei einer Behandlung in einer Klinik in Osnabrück ist eine 77-Jährige eingequetscht worden und ums Leben gekommen. Bei dem Unglück löste sich ein Teil eines über der Frau hängenden Untersuchungsgeräts. Das mehrere Hundert Kilo schwere Teil quetschte die Frau ein. Die Staatsanwaltschaft geht von einem technischen Defekt aus.

Die 77-Jährige aus Recke (Kreis Steinfurt) war bereits am Donnerstag vergangener Woche in die Klinik gekommen. Dort sollte sie mit einer Gamma-Kamera auf mögliche Gewebeveränderungen untersucht werden - ähnlich dem Verfahren mit einem MRT. "Die Kamera ist dabei heruntergefallen und hat die Frau getroffen", sagte Klinik-Sprecherin Simone Hoffmann.

Die 77-Jährige wurde zunächst noch im Krankenhaus behandelt. Am vergangenen Sonntag starb sie dann aber an den schweren Verletzungen. Menschliches Versagen oder ein Bedienungsfehler wird derzeit ausgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.

Eine Woche vor dem Unfall habe der Hersteller die Kamera routinemäßig gewartet, sagte die Sprecherin der Klinik. Der Raum mit dem Untersuchungsgerät sei sofort abgeschlossen worden, sagte die Sprecherin. Das Gerät werde nun nicht repariert, sondern ausgetauscht.

(dpa)
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