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Remscheid
Acht Jahre Haft für Raubüberfall auf Pfarrer

Remscheid. Im Prozess um den brutalen Raubüberfall auf einen Remscheider Pfarrer ist das Urteil gefallen. Die Große Strafkammer des Wuppertaler Landgerichts verurteilte den Angeklagten Liridon P. wegen Raubes und Körperverletzung in einem besonders schweren Fall zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass P. sich in der Nacht zum 9. November zusammen mit einem Komplizen Zugang zum Haus des Opfers verschafft hat. Im Hausflur seien die beiden auf Pfarrer Jürgen B. getroffen, beschrieb der Richter den Tathergang in der Urteilsbegründung. Damit habe das Martyrium des Mannes begonnen. Über eine Stunde sei B. von Liridon P. und seinem Komplizen mit Messern bedroht und immer wieder mit Schlägen und Tritten gequält worden. "Eine besonders brutale und rücksichtslose Vorgehensweise", sagte der Richter. Am Ende hätten die beiden Jürgen B. dann auch noch mit einem Staubsaugerkabel an eine Bank gefesselt. Zum Glück habe er sich dann befreien und Hilfe holen können, hieß es weiter. "Wer weiß, was ansonsten passiert wäre."

Der Verbleib des zweiten Verdächtigen Algert D. ist noch ungeklärt. Der leitende Ermittler vermutete im Zeugenstand, dass D. sich mit seiner Familie nach Albanien abgesetzt hat.

Für Pfarrer Jürgen B. bedeutete das Urteil trotzdem Erleichterung. "Mir geht es jetzt etwas besser", sagte er nach dem Prozess. "Das war für mich ein lange erwarteter Abschluss."

(th)
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