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Krefeld
Air-Berlin-Pleite: Gospelchor muss wohl auf Tour verzichten

Krefeld. Seit mehr zwei Jahren ist die USA-Tour des Grateful Gospelchors aus Krefeld geplant - nun wird sie wohl nicht stattfinden können. Der Grund: "Durch die Insolvenz bei Air Berlin sind die bereits bezahlten Flüge storniert worden, da das Langstreckenflugangebot mit Wirkung zum 15. Oktober 2017 eingestellt wird", sagt Andreas Roßbruch, erster Vorsitzender des Chors.

Vom 19. bis 31. Oktober wollten die Sänger von Krefeld nach Miami, und von dort in die Gegend von Clearwater reisen. Insgesamt 54 Chormitglieder hatten sich für diese Tour angemeldet, dazu drei Musiker sowie Chorleiterin Angelika Rehaag. "Jeder der Teilnehmer hat 2000 Euro aus eigener Tasche für Flüge, Hotel, Bustransport und Verpflegung in Florida bezahlt", heißt es. Zwischen 650 und 900 Euro habe jeder Mitreisende bereits für die Flüge ausgegeben. Das Geld sei unwiderruflich verloren, und auch die Zahlungen, die die Kooperationspartner bereits erhalten hat, seien gefährdet, heißt es von Seiten des Chors. Dabei habe der amerikanische Kooperationspartner bereits 20 Konzerte in afroamerikanischen Gemeinden organisiert. "Ein langgehegter Traum, für den lange gespart wurde, droht zu platzen."

Trotz des Verlusts versuchen die Mitglieder, die Reise doch stattfinden zu lassen und eventuell neue Flüge zu buchen. "Wir würden uns über finanzielle Unterstützung freuen", sagt Roßbruch. Daher lädt der Chor zu seinen Konzerten am Samstag, 14. Oktober, um 16 Uhr in der Alten Kirche in Krefeld und am Sonntag, 15. Oktober, um 17 Uhr in der Immanuel Kirche, Mülheim-Styrum, ein und bittet um Spenden. "Es lohnt sich", betont der erste Vorsitzende.

(sno)
 
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